BVB-Mitglieder diskutieren über die Finanzen

Enormer Redebedarf hat am Freitagabend bei den Mitgliedern des BV Brambauer-Lünen geherrscht. Die 62 anwesenden Mitglieder diskutierten bei der Jahreshauptversammlung in der Glückauf-Arena lange und engagiert. Das vordergründige Thema: die Finanzen des Vereins.

Brambauer.. Das begann schon beim Vorstandsbericht des BVB-Vorsitzenden Rainer Schmeltzer. Es war sein erster Bericht als Vorsitzender des Vereins nach seiner Wahl vor knapp zwei Jahren. Und es war ein anderer Bericht, als ihn die Mitglieder bisher gewohnt waren. Schmeltzer holte weiter aus als gewohnt, sparte nicht mit Kritik, aber auch nicht mit Selbstkritik.

Vor allem aber machte er den BVB-Mitgliedern eines deutlich: Die drohende Insolvenz des Klubs war nur so eben abgewendet worden. "Wegen der extremen Unterdeckung waren wir Anfang 2014 nicht liquide, so dass ohne Hilfe Dritter die Insolvenz unvermeidbar gewesen wäre", so Schmeltzer.

Mit neu arbeiteten Finanzstrukturen sei ein neuer, zusätzlicher Kredit verhandelt worden. Auch, weil ein Bürger, der namentlich nicht genannt werden wolle, mit seinem Privatvermögen für das Darlehen gerade stehe.

"Das alles hat uns Verhandlungsgeschick und auch unangenehme Entscheidungen abverlangt", betonte der Vorsitzende. Der von Kassierer Klaus Prediger vorgetragene Kassenbericht zeige jedoch, dass der Wirtschaftsplan greife. Prediger betonte: "Zu viele Mitglieder kommen ihren finanziellen Verpflichtungen nicht nach." Ändern soll das eine Satzungsänderung: Nur wer seine Beiträge bezahlt, darf auch spielen. "Wir werden den BV Brambauer-Lünen wieder in ein finanzielles Fahrwasser ziehen, der zukünftig auch mehr Spielräume zulässt. Aber den eingeschlagenen, konsequenten Weg können wir nur gemeinsam gehen", so Schmeltzer.

Diskutiert wurde über die Zahlen eifrig, besonders die Jugendabteilung hakte bei den Ausgaben des Vereins nach. Schmeltzer rief um 21.10 Uhr die erste Pause ein - ein Ende der Versammlung war da noch nicht in Sicht.

Die sportlichen Aspekte gerieten fast ein wenig in den Hintergrund. Dabei liegen auch hier hinter dem BVB schwierige Zeiten. Schließlich musste die erste Mannschaft den zweiten Abstieg in Folge verkraften und spielt künftig nur noch in der Bezirksliga. "Das Wehklagen ist vorbei. Wir wollen wieder eine gute Rolle spielen", sagte der Sportliche Leiter Werner Smuda. Auch die Jugendabteilung des Klubs war mit dem Abschneiden der letzten Wochen nicht zufrieden. Bei vier Finalteilnehmen bei den Jugendstadtmeisterschaften sprang kein Titel heraus.

Eine Veränderung gab es bei den Vorstandswahlen. Rainer Manns ist nicht länger Geschäftsführer. Er fungiert künftig gemeinsam mit Peter Wodrich als Stellvertreter des neu gewählten Geschäftsführers Bert Richert. Vorsitzender Schmeltzer, sein Stellvertreter Jürgen Pott, Präsident Burkhard Trompeter, Kassierer Klaus Prediger und dessen Stellvertreter Monika Schaffer, Silke Schaffrin und Daniel Dauster wurden im Amt bestätigt.

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