Aus Hagen kommt Hilfe für den TuS Wandhofen

Nicht wenige sorgten sich nach dem Sturz in Deutschlands niedrigste Spielklasse um die Zukunft des Traditionsklubs TuS Wandhofen. Gerüchte wurden kolportiert, dass der TuS vielleicht gar keine Mannschaft mehr stellen könnte. Der Verein gibt jetzt Entwarnung; er hat einen Neuanstrich gewagt.

Wandhofen.. Salvatore Lerose vom Wandhofener Vorstand klang gleichermaßen erleichtert wie zuversichtlich, als er verkündete: "Es sieht positiv aus für die nächste Saison." Der Kader hat sich gefüllt und einen neuer Trainer hat der Verein auch gefunden. Stand jetzt hat der TuS nach dem Abstieg zwar 15 Abgänge zu verkraften, aber ebenso so viele neue Spieler hinzubekommen.

Der Grund dafür ist kurios: Wandhofens Danny Pietruck stellte den Kontakt zu Marcel Marino her - im Fitness-Studio, wo die beiden trainieren gehen. Marino kommt aus Hagen und war dort jahrelang fußballerisch aktiv. In der Endphase der Abstiegssaison hat der Neu-Coach sogar schon für den TuS Wandhofen gespielt.

Doch Marino, der als Spielertrainer vom Feld aus dirigieren wird, bringt zudem gleich "zehn bis zwölf Spieler" (Lerose) aus dem Hagener Raum mit. Es sei eine eingeschworene Clique, die aus verschiedenen Vereinen zusammengewürfelt worden sei, so Lerose. Die Neuzugänge bilden nun notwendige Fahrgemeinschaften zum Training, das bereits begonnen hat. "Die sind gallig und schon mitten im Training", erzählt Lerose. Auch die Teilnahme an der Stadtmeisterschaft sei gesichert.

Drei externe Neuzugänge

Zudem verkündet Salvatore Lerose drei externe Neuzugänge aus dem Schwerter Fußballgebiet. Hakan Arslan, Domenico Epifani und Patrick Körner verstärken den C-Liga-Kader für die neue Saison - zusammen mit fünf Spielern aus dem Kader der vergangenen Spielzeit komplettieren sie den neuen TuS Wandhofen. Mit etwa 20 Spielern plant man in Wandhofen die nächste Saison.

Präsident Heinz-Friedrich Bodenstein teilt die Harmonie: "Das ist sehr zufriedenstellend. Mein erster Eindruck ist sehr gut." Außerdem, verrät er, hätten ihm die neuen Spieler das Wort gegeben, für die nächsten zwei Jahre in Wandhofen zu bleiben. Bedenken, dass die vielen Neuzugänge aus einer anderen Stadt ein fragiles Konstrukt darstellen könnten, hat er nicht. Als Ziel hat das Team sogar den Aufstieg erwähnt. Mutig und ehrgeizig ist sie schon mal, die neue Hilfe aus Hagen.

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