ASC-Youngster Podehl: "Ich bin sehr ehrgeizig"

Der ASC ging mit Torlaune in die Saison, konzentrierte sich in erster Linie auf die Defensive und hatte dann am Sonntag den Knalleffekt gegen Eintracht Rheine, als sich alle Ladehemmungen beim 7:1 entluden. Der erst 18 Jahre alte Schüler Maximilian Podehl traf doppelt. Wie er den Tag und die ersten Monate beim ASC erlebt hat, erklärt er im Gespräch mit Alexander Nähle.

Dortmund.. Das 7:1 war ihr Highlight, seit Sie aus dem Nachwuchsbereich des TSC Eintracht zum ASC wechselten. Wie haben Sie das Spiel erlebt?

Das war toll, eine starke Leistung unserer Mannschaft. Dass ich ihr mit zwei Toren geholfen habe, freut mich natürlich auch. Ich sehe mir gerade im Internet die Fotos an. Das tut sehr gut. Ich denke aber, dass wir uns diesen Sieg auch in den Wochen zuvor hart erarbeitet haben.


Es war mit Sicherheit nicht einfach, für Sie als jungen Spieler eine bislang so enttäuschende Saison zu erleben. Dabei sind Sie jemand, der im Team zwischen den ganzen Routiniers einen sehr gefestigten Eindruck macht. Sie haben auf Anhieb den Sprung in die Stammelf geschafft. Warum?

Zunächst mal freue ich mich über jeden Einsatz und darüber, dass unser Trainer Adrian Alipour auch auf junge Leute setzt. Ihm gönne ich den 7:1-Sieg besonders. Ich gebe einfach immer 100 Prozent und bin sehr ehrgeizig.

Beschreiben Sie bitte Ihren Weg zum ASC und dann in die Stammelf.

Mein erster Verein war SF Sölderholz, dann spielte ich vier Jahre beim BVB, wechselte später zwischen Hombrucher SV und TSC Eintracht hin und her. Dann war ich glücklich, die Chance bei einem Oberligisten zu erhalten. Ich möchte mich auch bei meinem Vater Ren für die Unterstützung bedanken. Ohne ihn wäre ich jetzt nicht in dieser Liga.


Und Sie haben sich auch schon bei Ihrem Trainer bedankt. Er ließ Sie sogar spielen und den langjährigen Torjäger, Tim Schwarz, auf der Bank. Gibt es da Ärger?

Überhaupt nicht. Tim ist super. Er hilft mir und gibt mit ständig Tipps, was ich verbessern kann. Aber insgesamt hatte es mir die Mannschaft sehr leicht gemacht. Ich kannte es nur, mit Gleichaltrigen zu spielen. Plötzlich saßen in der Kabine zehn Jähre Ältere neben mir. Aber sie haben mich bestens aufgenommen, so dass mir der Start sehr leicht fiel. Ich bin aber auch ein offener Typ, der für jeden Spaß zu haben ist.

Sehr leicht war die Saison bislang nicht. Warum?

Wir haben die Saison offensiv begonnen, dabei aber zu viele Tore kassiert. Adrian hat dann zunächst den Fokus nur auf die Defensive gelegt, was auch richtig war. Dafür haben wir aber vorne zu selten getroffen. Daher tat dieser Sieg jetzt auch so gut.


Sie sind jung, klingen aber sehr vernünftig. Heißt, Sie drehen nach dem 7:1 nicht durch?

Auf keinen Fall. Wir haben jetzt wieder ein Heimspiel. Wir müssen genauso hart und intensiv weiterarbeiten.

Maximilian Podehl zählt zu dem Trio, mit dem der ASC jetzt verlängerte. "Wir wollten die Jungen binden", sagt der Sportliche Leiter Samir Habibovic. Neben Podehl sicherten auch Jan-Patrick Friedrich und Ermias Simatos ihren Verbleib zu. Dominik Altfeld, Kevin Brümmer, Patrik Dedner, Silas Lennertz, Simon Rudnik, Tim Schwarz und Michael Seifert unterzeichneten bereits vor Jahresfrist Zweijahres-Verträge und bleiben dem ASC somit ebenfalls erhalten.

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