Alles versucht, aber keine Punkte

Daniel Masannek
Dawid Sappich (rechts) verlor mit Westhofen.
Dawid Sappich (rechts) verlor mit Westhofen.
Foto: Manuela Schwerte/press
Der VfB Westhofen hat vor der Begegnung gegen den FSV Gevelsberg alles versucht. Wirklich alles. Es half nichts. Die Partie ging mit 0:3 verloren.

In Daniel Hueck, der derzeit sein duales Studium in Berlin absolviert, und Dawid Sappich, der mittlerweile in Köln wohnt, gehörten zwei Spieler der Startformation an, die eigentlich gar nicht mehr zur Verfügung stehen.

Zudem hatte Trainer Michael Kalwa seinen Kurzurlaub über Ostern abgesagt und stattdessen seinen 42. Geburtstag daheim in Dortmund gefeiert – mit seiner Mannschaft!

Trotz allem blieb der VfB im siebten Spiel nacheinander sieglos. Es gab diesmal aber Positives zu berichten. In den vergangenen Wochen hatte man das Gefühl, dass keine richtige Mannschaft auf dem Platz stünde. Hinzu kam eine katastrophale Trainingsbeteiligung, so dass besonders im konditionellen Bereich gravierende Mängel erkennbar waren – und auch noch sind. Zwar bot die Kalwa-Elf gegen Gevelsberg keine gute fußballerische Leistung, aber was man dem Team anrechnen muss, ist, dass wieder einer für den anderen kämpft – die Mannschaft lebt. Die nach wie vor zahlreich vorhandenen Fehlpässe wurden nicht mit Kopfschütteln und doofen Sprüchen der Mitspieler kommentiert, sondern es folgten direkt motivierende Worte. Wenn jetzt auch noch ein Erfolgserlebnis hinzukäme, würde dies die ganze Situation erheblich beruhigen.

Dieses Erfolgserlebnis blieb dem VfB zunächst jedoch verwehrt. Die Westhofener fanden nur schwer ins Spiel und hatten Glück, dass der Ex-Westhofener Fabian Kukereit einen Foulelfmeter nach nur vier Minuten weit am Tor vorbei schoss. Die Gäste blieben die bessere und auch aktivere Mannschaft, ohne dabei zunächst zu treffen. Marco Reglinkski verpasste nach Zuspiel von Carsten Feldmann in der Mitte nur knapp (24.) und Mehmet Bartu köpfte freistehend drüber (30.). Ausgerechnet nach einem Eckball, sind die VfB-Akteure doch groß gewachsen, hieß es dann plötzlich 0:1. Niemand fühlte sich in dieser Szene für Silvio Buchholz verantwortlich (36.). Unmittelbar vor der Halbzeit mussten alle VfBer noch einmal die Luft anhalten. Der starke Daniel Wanderer spielte im Strafraum Dennis Augustin aus und schoss nur Zentimeter vorbei.

Nach dem Seitenwechsel fand der VfB etwas besser ins Spiel. Torchancen hatten aber weiterhin nur die Gäste. Einen Angriff über Wanderer vollstreckte Bartu zum 0:2 (64.).

Jetzt hatten die Hausherren aber auch endlich einmal Torgelegenheiten. Der eingewechselte Serkan Arslan belebte sichtlich die Offensive und bediente Christoph Ferenc, der aber an FSV-Keeper Thomas Krause scheiterte, und im Nachschuss hatte Tobias Meyer kein Glück (70.). Erneut waren es Ferenc (71.) und Arslan (77.) die Torgefahr versprühten. Das Tor fiel jedoch wiederum durch Bartu auf der anderen Seite – 0:3 (84.). Trotz der Negativserie steht der VfB auf keinem Abstiegsplatz.