Zöllner wartet weiter auf den ersten EM-Titel

Manfred Zöllner (rechts) stand in Ungarn wieder auf dem Treppchen.
Manfred Zöllner (rechts) stand in Ungarn wieder auf dem Treppchen.
Foto: NRZ
Hünxe. Veteranen-Judokämpfer des Budokan Hünxe musste sich in Ungarn mit Bronze begnügen.

Manfred Zöllner hat bei den Judo-Europameisterschaften der Veteranen im ungarischen Balatonfüred die Bronzemedaille geholt. Der Trainer und Kämpfer des 1. Budokan Hünxe startete in der Altersklasse M 7 (60 bis 64 Jahre) in der Gewichtsklasse bis 81 Kilogramm.

Zweimal Silber und dreimal Bronze hatte Zöllner bereits bei den Titelkämpfen der Vorjahre geholt. Diesmal sollte es endlich klappen mit der Goldmedaille. Die Voraussetzungen waren hervorragend. 2015 hatte der Judoka bereits beim Eurometropole-Masters in Lille, bei der DM in Bad Belzig und bei den Dutch Open in Delft gesiegt.

Eiskalt ausgekontert

Bei der Auslosung in Ungarn hatte Zöllner dann aber kein Glück. Nach einem Freilos in Runde eins traf der Mann vom Budokan gleich auf den mehrmaligen Titelträger Vladimir Malkov aus Russland. Der körperlich enorm starke Russe war dann auch der erwartet schwere Gegner. Der Hünxer konnte Malkov mit seinen Spezialtechniken Schulterwurf und der kleinen Innensichel zwar mehrfach zu Fall bringen und führte auch über zwei Drittel der Kampfzeit, ein weiterer, nicht konsequent vorgetragener Angriff wurde aber dann vom Russen eiskalt ausgekontert. Malkov brachte die Wertung clever über die Zeit, der Traum vom EM-Titel hatte sich für Zöllner schnell erledigt.

Die folgenden zwei Kämpfe in der Trostrunde gegen den Franzosen Jean Jaques Becu und den Ungarn Janos Geringer entschied der Hünxer vorzeitig für sich, was am Ende zumindest noch mit dem dritten Platz belohnt wurde. Jetzt bereitet sich Zöllner auf die Weltmeisterschaft vor, die im September in Amsterdam ausgetragen wird.

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