Von Zufriedenheit war keine Spur

Von Zufriedenheit war nach dem Lokalderby in der Fußball-Bezirksliga nichts zu spüren: „Der Punkt ist für keinen von uns ein Gewinn“, da waren sich beide Trainer einig. Glückauf Möllen spielte 1:1 (1:1) gegen die SGP Oberlohberg.

„Wir hätten den Sieg auf jeden Fall verdient“, ärgerte sich der Oberlohberger Trainer Andreas Matyjaszek, der auch nach Abpfiff am Platz verweilte und seinen Unmut über den Ausgang der Partie kundtat: „Wir bestrafen uns mit solchen Spielen selbst. Zu viele Chancen bleiben ungenutzt.“

Weniger erregt, aber dennoch unzufrieden zeigte sich auch Möllens Trainer Thomas Drotboom: „Wir wussten, dass wir gewinnen müssen, und das hat offensichtlich nicht geklappt. Wir haben gut gespielt, aber am Ende hatte das auch nur noch wenig mit Fußball zu tun.“ Damit gemeint war die heiße, aber sehr konzeptlos scheinende Endphase des Derbys.

Schon vor der Partie war klar: Beide Mannschaften werden einander nichts schenken. Diese Erwartung wurde prompt erfüllt, zumindest auf Oberlohberger Seite: Nur fünf Minuten nach Anpfiff kam SGP-Spieler Tajib Dema erfolgreich zum Abschluss. „Wir haben schlichtweg gepennt“, erklärte Drotboom das 0:1. Durch fehlende Absprache und individuelle Fehler machten es sich die Möllener über weite Strecken des ersten Durchgangs selbst schwer: „Wir hatten Glück, dass wir nicht weiter in Rückstand geraten sind“, so Möllens Coach.

Kurz vor der Pause dann der Wendepunkt: Möllen zeigte Präsenz und brachte sich aktiver ins Geschehen ein, mit Erfolg: Pierre Salewski traf kurz vor der Pause zum herbeigesehnten Ausgleich (44.) und brachte damit noch einmal Schwung in die Mannschaft, was auch vorerst im zweiten Durchgang anhielt: „Von da an haben wir Druck gemacht und den Oberlohbergern zugesetzt“, erklärte Drotboom, „aber ab der 75. Minute war es wieder umgekehrt.“ Besonders bedauerte der Coach zudem, Auswechslungen zu tätigen, „weil wieder irgendjemand irgendwas hat“, und nicht etwa taktisch handeln zu können.

Für den Oberlohberger Trainer gab es abgesehen von den „verlorenen Punkten“ noch einen weiteren, nicht zu unterschätzenden Wermutstropfen: Stammspieler Christian Grevenbroich zog sich nach einem Zweikampf (65.) einen Bänderriss zu und fällt dementsprechend die nächsten Wochen aus: „Das ist natürlich ein großer Verlust“, findet Matyjaszek.

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