Verrücktes 4:4 macht der SGP Mut

Jubel über das 2:3 durch Oliver Simic.
Jubel über das 2:3 durch Oliver Simic.
Foto: WAZ FotoPool
Die SMS von Thorsten Kleine-Boes dürfte SGP-Trainer Andreas Matyjaszek auf Lanzarote gefallen haben. Die Oberlohberger Kicker holten sich beim 4:4 (1:3) gegen den Bezirksliga-Achten DJK Vierlinden einen hart erkämpften Punkt.

Dinslaken..  Die SMS von Thorsten Kleine-Boes dürfte SGP-Trainer Andreas Matyjaszek auf Lanzarote gefallen haben. Die Oberlohberger Kicker holten sich beim 4:4 (1:3) gegen den Bezirksliga-Achten DJK Vierlinden einen hart erkämpften Punkt. Nach der frühen Führung durch Oliver Simic hätte es zwar durchaus mehr sein können. Das Comeback nach der bitteren gelb-roten Karte für Innenverteidiger Markus Becker und Rückstand aber war beachtlich.

Zwei Fouls, beschwerte sich Becker, habe er gespielt. Dafür wurde der Oberlohberger mit aller Härte bestraft. Während die zweite gelbe Karte in Ordnung ging, war die erste des diskussionswürdigen Unparteiischen überzogen (81.). „Die gelb-rote Karte schwächt uns ungemein“, ärgerte sich Co-Trainer Kleine-Boes nach Abpfiff. In der Defensive nämlich herrscht im Moment Notstand, nachdem Andreas Otto bereits verletzt ausfiel. Augenblicklich warf die Hinausstellung die Hausherren keineswegs zurück. Nur zwei Minuten später leistete sich Vierlindens Kamal Singh einen dicken Patzer. Simic ergatterter den Querschläger, spielte rüber zum bis dato abgetauchten SGP-Kapitän Younes Fagrach und der erzielte den 4:4-Endstand.

Das war nicht Simics einzige gute Tat. Der Stürmer mühte sich gewohnt aufopferungsvoll im Sturm ab, feierte nach seinem Nasenbruch endlich wieder einen Torerfolg (7.) und legte in der 55. Minute sogar noch einen nach, als er einen schwachen Schuss von Stefan Schütz ins Vierlindener Tor lenkte. Das 3:3 nach der Pause war ebenso glanzlos wie zuvor der Treffer von Karsten Neumann, der ungedeckt einen Freistoß von Fagrach ins Tor stöpselte – aber verdient. Binnen zehn verrückter Minuten stellte die SGP das Spiel auf den Kopf.

Daniel Möllmann bezog für den ausgewechselten Dennis Gibis die Libero-Position, musste aber gerade zwölf Minuten auf dem Feld schon einen Rückschlag hinnehmen. Denn der Ausgleich währte kurz. Clever nutzte DJK-Stürmer Singh eine Attacke von Möllmann im Strafraum, um abzuheben. Schiedsrichter Josef Matty überzeugte die Einlage und entschied auf Strafstoß, den Besir Muga trocken verwandelte.

„Der Schiedsrichter war der schlechteste Mann auf dem Platz“, bescheinigte Kleine-Boes dem Referee auf beiden Seiten eine magere Leistung. In der ersten Halbzeit trug das Arbeitszeugnis der SGP aber auch keine gute Note, denn die Treffer von Benjamin Koncic (17./28.) und Nikola Koncic (1:2) verschuldete der abstiegsgefährdete Bezirksligist selbst. „Das waren drei geschenkte Dinger“, sagte Co-Trainer Kleine-Boes, der dennoch mit dem Punkt gut leben konnte: „Ich bin sehr zufrieden mit meinen Jungs.“

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