Trotz Überzahl gescheitert

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Nach Ausreden wollte Andreas Matyjaszek gar nicht erst suchen. Der Trainer der SGP Oberlohberg brachte die Fakten auf den Punkt: „Es mangelte uns einfach an Qualität.“ Der aktuelle Tabellensechzehnte verlor gegen den Sechstplatzierten mit 1:4 (0:2) — und das auch noch mit Verspätung.

Dinslaken..  Nach Ausreden wollte Andreas Matyjaszek gar nicht erst suchen. Der Trainer der SGP Oberlohberg brachte die Fakten auf den Punkt: „Es mangelte uns einfach an Qualität, die uns von unserem Gegner geboten wurde.“ Der Gegner in der Fußball-Bezirksliga hieß Viktoria Buchholz — mit drei Siegen und einem Unentschieden aus vier Spielen auf dem Konto. Da konnte Oberlohberg, mit vier Niederlagen und einem Unentschieden aus fünf Spielen, einfach nicht mithalten. Die Überzahl ab der 43. Minute half auch nichts. Der aktuelle Tabellensechzehnte verlor gegen den Sechstplatzierten mit 1:4 (0:2) — und das auch noch mit Verspätung.

Knapp 20 Minuten später pfiff Schiedsrichter Stefan Thölen die für 15:15 Uhr angesetzte Partie an, nachdem er erfolgreich aus dem Stau auf der A3 auf den Rasenplatz der Bezirkssportanlage an der Gärtnerstraße gefunden hatte.

Ob es der Verzögerung geschuldet war oder einfach nur schlichtweg der reinen Machtlosigkeit gegenüber den dominant auftretenden Duisburgern? Die SGP fand einfach nicht ins Spiel.

So kassierten die Oberlohberger in der 19. Minute auch das, was sich schon mehrmals zuvor angekündigt hatte: nämlich den ersten Gegentreffer. Auch der zweite ließ nicht lange auf sich warten. Gefühlt im nächsten Augenblick lag die SGP bereits mit 0:2 (21.) zurück.

Vor einem höheren Rückstand konnte SGP--Keeper Marius Martha sein Team in der ersten Spielhälfte noch bewahren. Auch die Tatsache, dass der mit Gelb vorgewarnte Buchholz-Akteur Felix van Berk mit Rot (42.) frühzeitig den Platz verlassen musste, schien dem Gastgeber in die Karten zu spielen.

Nach dem Seitenwechsel kehrte die Matyjaszek-Elf ambitioniert aufs Spielfeld zurück. Oliver Simic verkürzte auf 1:2 (57.). „Wir hatten uns in der Pause gut auf die Überzahl eingestellt“, erklärte Coach Matyjaszek, „es sah auch alles danach aus, als würden wir noch den Ausgleich schaffen und alles noch mal hinbiegen können, doch durch die ganzen Einzelpatzer sind wir dann einfach eingebrochen“.

Maurice Rybacki, der auch schon die ersten beiden Treffer für Buchholz einnetzen konnte, versetzte die SGP zunächst durch sein drittes Tor in Schockstarre (80.) und gab ihr schließlich auch noch durch den vierten Treffer (87.) den Rest.

„Wir brauchen uns da nichts vorzumachen“, gestand Matyjaszek, „wir müssen uns die Gegner herauspicken, bei denen für uns auch wirklich Punkte zu holen sind“. Der Trainer fügte hinzu: „Buchholz besteht komplett aus Qualität und hat verdient gewonnen.“

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