STV Hünxe bangt um den Erhalt des Spielbetriebs

Ralf Lange
Ralf Lange
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Hünxe. Der erste kleine Schritt zur Sanierung der Hünxer Sportstätten ist gemacht. Die Arbeiten am Rasenplatz des STV Hünxe haben außerhalb des Haushaltssicherungskonzeptes begonnen. Doch der STV bangt um den Erhalt des Spielbetriebs.

Der erste kleine Schritt zur Sanierung der Hünxer Sportstätten ist gemacht. Die Arbeiten am Rasenplatz des STV Hünxe haben außerhalb des Haushaltssicherungskonzeptes begonnen. Der Fußballplatz konnte in den vergangenen Jahren aufgrund seiner Entwässerungsprobleme nur in den Sommermonaten genutzt werden. In den letzten beiden Ferienwochen wurde ein Rigolensystem zur Entwässerung eingebaut, zusätzlich Löcher in den Rasen gestanzt sowie der Platz mit Sand bestreut, damit die Löcher frei bleiben und das Wasser besser ablaufen kann. Die abschließenden Arbeiten, die Ausbesserung der Rasenfläche im Torbereich sowie der Schäden durch die Baumaschinen sollen im Oktober folgen. Der Rasenplatz ist so voraussichtlich etwa ab Mitte Oktober wieder voll bespielbar. Er muss jedoch im Hinblick auf die verstärkte Nutzung während der Sanierung des Tennenplatzes geschont werden.

Aschenplatz wird im Winter entsorgt

An diesem Punkt beginnt für den Vereinsvorsitzenden Ralf Lange das Dilemma der Hünxer Schulen und des STV. „Bisher hat die Gemeinde es geschafft, durch eine ständige Wässerung des Tennenplatzes den Schulsport sowie den Trainings- und Spielbetrieb des STV Hünxe nahezu aufrecht zu erhalten. Da jedoch Ende November oder Anfang Dezember die Entsorgung des Tennenplatzes beginnt, steht in den Wintermonaten kein Sportplatz und ab ca. März/April, wenn der Rasenplatz wieder eingeschränkt benutzbar sein wird, maximal ein Sportplatz ohne Flutlicht zur Verfügung“, so Lange in einer Pressemitteilung. „Wenn nicht unmittelbar nach der Entsorgung ein neuer Platz gebaut wird, kann der zukünftige Spielbetrieb des STV Hünxe nicht mehr aufrecht erhalten werden.“

Als am 27. September 2012 die ersten Ergebnisse einer Bodenprobe bekannt wurde, war der Schock wegen der hohen Dioxinbelastung bekanntlich groß. Der Platz wurde zeitweise gesperrt, Fakt ist, dass der Platz entsorgt werden muss. Am 17. Oktober fand eine Begehung in den Umkleidekabinen und Duschen der Sporthalle statt. Ein möglicher zügiger Sanierungsbeginn wurde dadurch gebremst, dass im ersten Haushaltssicherungskonzept die notwendig erachteten investiven Maßnahmen nicht berücksichtigt waren. Das Haushaltssicherungskonzept wurde am 1. Februar vom Landrat abgelehnt, ein neues unter der Bedingung genehmigt, dass zwei Änderungen in der Haushaltssatzung 2013 vorgenommen werden müssen. Diese Änderungen bedürfen eines Die Ratssitzung am 18. September wird darüber entscheiden, ob das Haushaltssicherungskonzept in Kraft treten wird. Sollte der Beschluss positiv ausfallen, können im Betriebsausschuss am 19. September die Weichen für den Beginn der Sportstättensanierungen gestellt werden.

„Rasche Umsetzung ermöglichen“

Der Politik liegt seit Monaten ein Konzept für die Sanierung des Tennenplatzes vor. Der Arbeitskreis hat einstimmig ein Konzept verabschiedet, das den Bau eines Kunstrasenplatzes mit diversen Leichtathletikeinrichtungen vorsieht und einen Zeitplan für die Realisierung erarbeitet. „Die zuständigen Ratsgremien müssen nun den Weg für eine rasche Umsetzung ermöglichen“, so Lange. Gleiches gelte für die Sanierung der Umkleiden und Duschen der Sporthalle. Sollte die Politik in der Ratssitzung den Beschluss zum Haushaltssicherungskonzept fassen und im Betriebsausschuss am 19. September die Weichen für eine zügige Sanierung der Sportstätten stellen, könnten nach der Rechnung des STV-Vorsitzenden im August/September 2014 neue Sportstätten zur Verfügung stehen.

 
 

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