Simic avancierte zum Matchwinner

Energischer Zug zum Tor: Oberlohbergs Sturmspitze Oliver Simic (links) konnten die Moerser Verteidiger am Sonntag nicht bändigen
Energischer Zug zum Tor: Oberlohbergs Sturmspitze Oliver Simic (links) konnten die Moerser Verteidiger am Sonntag nicht bändigen
Foto: Foto: Heiko Kempken / WAZ FotoPo
Dinslaken. 3:2-Zittersieg gegen Moerser Reserve: Drei Simic-Treffer bescheren Oberlohberg den ersten Heimsieg in der Fußball-Bezirksliga

Oliver Simics Söhnchen spielte munter auf der steinernen Tribüne der SGP Oberlohberg und bekam dabei gar nicht mit, wie der Papa zum Matchwinner wurde: Drei Tore von Simic waren nötig, um den ersten Heimsieg der Saison zu lösen. In einem turbulenten, nicht immer ansehnlichen Spiel bezwang der Fußball-Bezirksligist die Reserve des GSV Moers mit 3:2 (1:1). Dabei wäre es beinahe nicht zum Simic-Feuerwerk gekommen.

Um die Abwehrkette steht es in Oberlohberg derzeit nicht gut. Die Verletztenliste ist lang, vor Anpfiff schockte dann auch noch der Ausfall von Markus Becker die „Dörfler“. Zusammen mit dem verletzten Andreas Otto bildete der Innenverteidiger, der sich einen Nerv am Rücken einklemmte, das Herz der Defensive. Kapitän Viktor Klejonkin rückte auf die ungewohnte Position des Libero. „Wir haben ein Problem, weil die Stammbesetzung fehlt“, gestand Co Trainer Marco Dyba. Die Notbesetzung agierte zittrig, wurde aber zunächst durch den Führungstreffer von Oliver Simic beruhigt. In Minute elf erarbeitete sich der Stürmer den Ball, schloss trocken ab. Fast eine halbe Stunde vergangenen traten die Abstimmungsschwierigkeiten offen zu Tage: Klejonkin verlängerte eine Flanke unglücklich mit dem Kopf, Torwart Tim Schmidt auf dem falschen Fuß erwischt wurde vom GSV-Kapitän Sezgin Akyüz überlistet (28.). Kurz darauf ließ sich Simic zu einer unnötigen Aktion hinreißen, schubste Gegenspieler Fatih Alaz zu Boden. Schiedsrichter Thomas Ulitzka zog nur die gelbe Karte, hätte nach Ansicht des Moerser Trainers Ali Boyacilar mehr geben müssen.

Das Mittelfeld kam bis zur Pause kaum auf zündende Ideen. Erst mit dem Seitenwechsel und Dennis Gibis, der für den effektlosen Peter Mildenberger auflief, entwickelten die Hausherren mehr Zug nach vorne. Fagrach (47.), Gibis (51.) und Enis Capri (60.) verpassten die erneute Führung, die in der 63. Minute wiederholt Simic schoss. Sein vorbildliches Pressing brachte die SGP in Ballbesitz, Sascha Neuland spielte klug rüber. Sicherheit kehrte danach nicht ein. „Taktisch waren die Moerser sehr gut“, lobte Dyba den 15. der Liga. Auch der dritte Treffer von Simic (79.), wieder vorbereitet von Neuland, sorgte nicht für Klarheit. Als ein Moerser Freistoß an den Pfosten klatschte, reagierte Jeffrey Preuß am schnellsten (86.). Dieser durfte kurz danach duschen gehen, weil seine absurde Grätsche gegen Marius Mikat mit Rot geahndet wurde.

EURE FAVORITEN