SGP war noch im Winterschlaf

Es bleibt scheinbar auch nach der Winterpause dabei: Die SGP Oberlohberg tut sich gegen tief stehende Mannschaften aus dem Tabellenkeller der Fußball-Bezirksliga schwerer als gegen die spielstarken Topteams. Auf der heimischen Asche kamen die „Dörfler“ gestern nicht über ein 0:0 gegen die abstiegsbedrohte Reserve des VfB Homberg hinaus. Gemessen am Spielverlauf konnten die Gastgeber mit dem Resultat sogar gut leben, denn die biederen Homberger waren über weite Strecken die gefährlichere Mannschaft. „Der Punkt ist für uns sogar ziemlich glücklich“, musste auch SGP-Co-Trainer Thorsten Kleine-Boes hinterher resümieren, „wir waren wohl noch im Winterschlaf, haben nie die richtige Einstellung gefunden.“

Während die Oberlohberger Abwehr noch recht solide agierte, lief davor nicht viel zusammen. Im Mittelfeld gingen fast alle Zweikämpfe verloren; blieb der Ball doch einmal im Besitz der Hausherren, fehlten die spielerischen Lösungen. Daran konnte auch der angeschlagene Younes Fagrach nichts ändern, der nach der Pause für Timo Willrodt in die Partie kam.

Neuland scheitert zweimal

Zu Beginn der zweiten Hälfte sah es nur kurz so aus, als würde die SGPO Oberwasser gewinnen. In diese Zeit fiel auch die größte Oberlohberger Möglichkeit: Nach einem Befreiungsschlag lief Sascha Neuland allein auf das Homberger Tor zu, scheiterte aber sowohl im ersten Versuch, als auch im Nachschuss aus spitzem Winkel an VfB-Keeper Andreas Kossenjans (58.).

Gleich darauf schien der Favorit wieder einen Gang zurückzuschalten. Homberg übernahm erneut die Herrschaft über das Mittelfeld und erarbeitete sich einige gute Freistoßgelegenheiten, die aber allesamt ziemlich kläglich vergeben wurden. SGP-Torwart Frank Langela musste nur noch einmal eingreifen, war gegen Fabian Jarzombeks Schuss aufs kurze Eck aber auf dem Posten (67.).

Während VfB-Übungsleiter Jürgen Spicker mit dem einen Punkt scheinbar zufrieden war und seine Schützlinge in der Schlussphase immer wieder vehement aufforderte, die Defensivarbeit nicht zu vernachlässigen, versuchten die Oberlohberger noch einmal, den entscheidenden Treffer zu erzwingen. Es blieb bei Bemühungen, die zündenden Ideen fehlten.

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