SGP trotz deutlichem Derbysieg unzufrieden

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Ein klarer Sieger und dennoch zwei unglückliche Mannschaften. Das gibt es nicht? Die Partie der Fußball-Kreisliga A zwischen dem SC Wacker Dinslaken und der SGP Oberlohberg liefert den Gegenbeweis. Die Gäste aus Oberlohberg setzten sich zwar klar mit 4:0 (3:0) durch, waren aber am Ende ob der schlechten Chancenverwertung fast genauso froh, dass das Spiel vorbei war wie der SC Wacker, der – geschwächt durch einen frühen Platzverweis – klar den Kürzeren zog.

Notbremse von Frederik Parsch

Von Beginn an versuchten die Gäste, Struktur in die Partie zu bekommen, was jedoch nur zeitweise gelang. Ein zerfahrenes Spiel mit viel Ballbesitz im Mittelfeld war die Folge. Bis zur 27. Minute, als Wacker-Verteidiger Frederik Parsch Abdulhamit Canim von den Beinen holte und neben dem fälligen Strafstoß auch die rote Karte sah. Eine vertretbare Entscheidung. Denn obwohl neben Parsch noch ein weiterer Verteidiger mitlief wäre Canim frei zum Schuss gekommen. Daniel Möllmann war es egal: Er verwandelte vom Punkt sicher zur Führung.

Danach ging es ganz schnell: Nur eine Minute später erhöhte Canim selbst mit einem gekonnten Linksschuss auf 0:2, Oliver Simic schob in der 33. Minute sicher zum 0:3 ins linke Toreck ein. Damit war die Partie gelaufen. „Wir haben vollkommen verdient verloren. Von Beginn an haben unsere Jungs alles vermissen lassen. Das ist zwar heute kein Beinbruch, aber die Einstellung muss sich schon bessern“, ist sich Wacker-Trainer Peter Haas sicher. Auf der Gegenseite hatte Co-Trainer Marco Dyba vor allem über die Folgezeit Redebedarf: „Das war alles andere als gut. Wir gewinnen zwar klar, aber es fühlt sich nicht gut an, weil wir viel höher gewinnen müssen. Wenn wir zweistellig gewinnen darf sich niemand wundern.“

In der zweiten Halbzeit vergaben die „Dörfler“ fünf weitere hochkarätige Chancen, ehe Canim per Strafstoß nach Foul an sich selbst den Schlusspunkt besorgte (88.). „Da fehlt uns in den Situationen noch ein wenig die letzte Konsequenz“, gab Dyba zu, der zusammen mit seinem Cheftrainer Andreas Matyjaszek noch weiter auf der Suche nach einem weiteren Keeper ist, der Stammkraft Marius Martha herausfordert.

Die SGP bleibt damit ungeschlagen und hat mit acht Punkten aus vier Spielen alle Möglichkeiten mit einem Sieg in der kommenden Woche gegen Hamborn 07 II den Anschluss an die Spitzengruppe herzustellen. Wacker muss sich beim starken Aufsteiger Gelb-Weiß Hamborn strecken, um in der oberen Tabellenhälfte zu bleiben. Für beide Teams geht es nun bereits in richtungsweisende Wochen.

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