SGP-Sieg mit Schwächen

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Marius Mikat (rechts) erzielte in der 14. Minute die Führung für Oberlohberg – das zweite Saisontor für den jungen Stürmer.
Zur richtigen Zeit am richtigen Ort: Marius Mikat (rechts) erzielte in der 14. Minute die Führung für Oberlohberg – das zweite Saisontor für den jungen Stürmer.
Foto: Heiko Kempken / WAZ FotoPool
Dinslaken. Endphase brachte den Fußball-Bezirksligisten fast um die sicheren drei Punkte. Marius Mikat und Viktor Klejonkin netzten.

Auf dem Oberlohberger Platz rumorte es nach Abpfiff unter den SGP-Fußballern, manch einer wollte seinen Frust noch loswerden. Nicht etwa der 2:0 (1:0)-Heimsieg gegen den SV Sonsbeck II schüttelte die Gemüter durch, die letzte Viertelstunde sorgte für Ärger unter Oberlohbergs Kickern. Torwart Frank Langela klatschte nachher beruhigend ab, Co-Trainer Thorsten Kleine-Boes drosselte die Erwartungen: „Wir sind doch nur Oberlohberg.“

Drei Pflichtsiege in Folge erklären den Klassenerhalt als so gut wie sicher, mit dem dritten Rang kann die SGP mehr als zufrieden sein. Der Auftritt gegen Sonsbeck jedoch sorgte nicht für spontanen Jubel, denn wieder mal befiel die SGP-Kicker eine Schwächephase, die fast noch den Erfolg gekostet hätte.

Die 87. Spielminute: Der ordentlich spielende Innenverteidiger Markus Hüttermann und Dennis Gibis nahmen Hendrik Terlinden in die Klemme, der Schiedsrichter entschied folgerichtig auf Elfmeter. „Frankie“ Langela ahnte die angepeilte Ecke von Ken Klemmer und verhinderte den Sonsbecker Anschlusstreffer. Vorher wie nachher wirkte die Oberlohberger Abwehr unsortiert, orientierungslos und machte Kleine-Boes verständnislos: „Ab der 80. Minute sind wir wieder im Winterschlaf gewesen.“ Der fleißige Enis Capri oder Besnik Peci hätten währenddessen für Ruhe sorgen können, doch am Ende schraubte der Erfolg auch so den Punktestand auf 48 Zähler hoch. Vergebene Chancen und eine instabile Defensive konnten dem gewachsenen Anspruch dennoch nicht genüge leisten.

„Haben das Spiel beherrscht“

„Wir haben eigentlich über lange Phasen das Spiel beherrscht“, hätte laut Kleine-Boes das Zittern vermieden werden können. „Wenn wir unsere Aktionen konsequent ausgenutzt hätten, wäre das Spiel erledigt gewesen.“

Konsequent – das Attribut durfte Marius Mikat für sich beanspruchen. Als Georg Hanna auf der linken Seite durchbrach, nutzte der Stürmer seine ersten Chance und erzielte mit einer schönen direkten Annahme die 1:0-Führung (14.). Sonsbeck strahlte kaum Torgefahr aus, auf der anderen Seite hätte Möllmann die passgenaue Flanke von Said Jungverdorben besser auswerten müssen (38.).

Die spielerische Dominanz nutzte den Hausherren auch im zweiten Durchgang wenig. Stefan Schütz traf in der 60. Minute in einer torszenenarmen Begegnung nicht den Kasten. Für zwischenzeitliche Gewissheit vor dem Winterschlaf sorgte Viktor Klejonkin, der nach einer Capri-Ecke das 2:0 machte (69.).

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