SGP scheiterte an Meier und Meyer

Dinslaken. Beim Trainer-Comeback von Andreas Matyjaszek hatten die „Dörfler“ keinen Grund zum Jubeln. Bei Meiderich 06/95 unterlag Oberlohberg mit 1:2. Die Gründe waren der überragender Meidericher Angreifer Andre Meier und der Duisburger Schlussmann Julian Meyer.

Knappe Spiele werden oftmals vonherausragenden Einzelspielern gewonnen. Meiderich 06/95 hat in Andre Meier im Verhältnis zu den anderen Kickern in der Fußball-Bezirksliga solch einen in seinen Reihen. Das musste die SGP Oberlohberg schmerzlich erfahren: Der Duisburger Angreifer führte seine Farben mit zwei sehenswerten Treffern zu einem 2:1 (1:0)-Erfolg gegen den Tabellenführer.

Doch Oberlohberg gab nicht nur diese Partie aus der Hand: Durch die rote Karte für Younes Fagrach sind die Zeichen für die nächsten Wochen nicht wirklich besser gestellt. Fagrach ließ sich zu einer Beleidigung der Meidericher Zuschauer hinreißen. „Wir sind doch nicht im Kindergarten. Sowas darf Younes einfach nicht passieren. Darauf hätte er gar nicht reagieren dürfen“, ärgerte sich Andreas Matyjaszek, der das erste Spiel nach seinem Comeback auf der Trainerbank somit als Verlierer verließ.

„Schuppi“ veränderte die gesamte taktische Ausrichtung, ließ in einem 4-4-2-System mit einer Mittelfeldraute spielen. Größte Umstellung zudem sicherlich, dass Enis Capri um Fatih Civana herum stürmte. Unter Ex-Trainer Mahmut Tas hatte Capri noch eine bärenstarke Hinserie als Linksverteidiger gespielt. Doch auch im Angriff war Capri der auffälligste Oberlohberger und war an fast jeder gefährlichen Situation beteiligt.

Beim 0:1 aus Oberlohberger Sicht brach Dennis Dautzenberg auf der rechten Seite durch, spielte den Ball in die Mitte, wo Meier dann mit einem Volley traf (12.). Die gesamte Oberlohberger Abwehr und Ersatzbank protestierte, dass der Ball vorher bereits im Toraus gewesen wäre, zu einer genauen Klärung wäre jedoch eine Videoaufzeichnung nötig gewesen.

Doch das Blatt schien sich zu wenden. Nach 20 Minuten wurden die „Dörfler“ immer stärker und kamen zu ersten Chancen. Was zählbares kam jedoch erst im zweiten Durchgang heraus: Enis Capri traf einen Abpraller voll mit dem Spann und glich so für die SGP aus (47.). „Da waren wir dann eigentlich am Drücker“, erklärte Matyjaszek: „Doch wir waren dann einmal unkonzentriert und haben Meiderich zu viel Platz gelassen.“ Diesen Platz nutzte Meier zu einem fullminanten Treffer aus über 20 Metern (74.).

Die beste Chancen zum Ausgleich hatte ebenfalls Capri: In der 84. Minute drosch er den Ball mit rechts über das Gehäuse, in der Nachspielzeit scheiterte er an dem Meidericher Schlussmann Julian Meyer. „Wir haben insgesamt spielerisch nicht so überzeugt, wie wir das wollten. Es scheint richtig zu sein, dass wir nicht das spielstärkste Team haben. Wir haben noch viel zu tun“, gibt „Schuppi“ die Marschroute vor.

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