SGP hatte den längeren Atem

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Dinslaken/Voerde. Derbysieg geht an die SGP Oberlohberg: 3:1-Erfolg über den TV Voerde wurde erst in der Schlussphase manifestiert. Tore durch Enis Capri, Sascha Neuland und ein Eigentor von Dennis Muhs. Für Voerde traf Jens Jäger.

Es war ein Derby, wie man es sich vorstellt! Kampf, Leidenschaft aber auch spielerische Klasse. Das alles konnten die Zuschauer der Fußball-Bezirksliga-Begegnung zwischen der SGP Oberlohberg und dem TV Voerde bewundern. Dass die „Dörfler“ die Partie mit 3:1 (1:1) für sich entschieden und so auf dem ersten Tabellenplatz bleiben, haben sie einem sehenswerten Schlusssprint zu verdanken. Denn die Treffer zum 2:1 und zum 3:1 fielen erst in der 89. und 90. Minute.

Ohne großes Abtasten ging es direkt hinein ins Vergnügen: Enis Capri setzte in der 5. Minute mit seinem sehenswerten Fernschuss, der im rechten Eck des Voerder Gehäuses einschlug, das erste Ausrufezeichen. Die Voerder ließen sich davon nicht aus der Fassung bringen. Nur zwei Minuten später glich Jens Jäger per Kopf aus. „Das war ein echtes Derby. Da sind Tabellenplatz und die Voraussetzungen total egal. Es hat richtig Spaß gemacht“, meinte Oberlohbergs Trainer Mahmut Tas.

Die Voerder, die beim Warmmachen sowie auf der Reservebank an ihren Vereinswirt Stefan „Stoffel“ Rheinberg dachten, hatten zwar über den gesamten Spielverlauf weniger Tormöglichkeiten, wurden aber in einer Szene um die klare Chance zur 2:1-Führung gebracht. Nach einem missglückten Torabschluss des ansonsten sehr stark aufspielenden Henning Brands sprang der Ball Dennis Gibis an die Hand. Es hätte Handelfmeter geben müssen! „Der Oberlohberger Sieg geht aufgrund der klareren Möglichkeiten in Ordnung. Doch diesen Elfmeter nicht zu bekommen, ist schon sehr ärgerlich, weil er glasklar war“, bilanzierte TVV-Coach Jens Gräber.

Dass die Voerder zu diesem Zeitpunkt noch von einem Punktgewinn sprechen konnten, hatten sie hauptsächlich ihrem Keeper Julian Welfonder zu verdanken, der vor allem gegen Capri (60.) und Fatih Civana (74.) sensationell parierte. Doch als der eingewechselte Dennis Muhs eine Hereingabe Civanas ins eigene Netz vollstreckte, war auch Welfonder machtlos. Der 3:1-Treffer von Sascha Neuland, der aus über 20 Metern traf, stellte den Endstand her.

Die Voerder haben bei einem der Spitzenteams der Liga sehr gut mitgehalten. Eine Aussage, die vielleicht ein wenig schmeichelt, für die sich Gräber allerdings nichts kaufen kann: „Die Jungs haben sich den Allerwertesten aufgerissen und stehen mit leeren Händen da. Das ist sehr schade.“ Die SGP bleibt weiterhin das Team der Stunde.

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