„Schuppi“ hätte sich mehr Fans gewünscht

So sehen Sieger aus : Der VfB Lohberg schlägt den TuS Drevenack im Finale mit 4:1.
So sehen Sieger aus : Der VfB Lohberg schlägt den TuS Drevenack im Finale mit 4:1.
Foto: WAZ FotoPool
Dinslaken. Nur wenige Zuschauer sahen den Turniersieg des VfB Lohberg in Oberlohberg. 4:1 gegen die TuS.

Klare Siege am Finaltag des Blitzturniers der SGP Oberlohberg. Grund zum Feiern hatte der Fußball-A-Ligist VfB Lohberg auf der Anlage an der Gärtnerstraße: Die „Knappen“ gewannen das Endspiel mit 4:1 (2:0) gegen die TuS Drevenack. Im kleinen Finale nahm das Turnier auch für die Gastgeber ein versöhnliches Ende: Die SGP bezwang Wacker Dinslaken mit 5:1 (0:1).

Vor einer insgesamt enttäuschenden Kulisse wussten die Lohberger am meisten zu überzeugen, wie auch Co-Trainer Sascha Grote, der den privat verhinderten Coach Thomas Grefen vertrat: „Wir haben wieder gut gespielt und hatten den Gegner im Griff. Aber wir müssen auch bei einer deutlichen Führung konzentriert bleiben und dürfen dann nicht nachlassen“, fand Grote doch noch ein Haar in der Suppe. Für die Lohberger schossen Mike Dzudzek, Bastian Bruß, Marco Branzk und Tim Bruß die Tore.

Für die TuS traf Önder Anafarta per Kopf. „Für die Jungs war das wieder eine gute Einheit. Man hat sicherlich eine Müdigkeit bemerkt. Zudem fehlten mir weiterhin einige wichtige Leute“, fand TuS-Trainer Frank Saborowski. Stefan Kühn wurde wegen muskulärer Probleme geschont, Jan Liebrand und Max Dallmann fehlten genauso wie Pascal Bay und Marcel Krause (alle verletzt oder im Urlaub).

Auch der Einsatz von Anafarta wird vorerst eine Ausnahme bleiben. „Ich hatte Önder angerufen, ob er spielen kann. Aber er muss in jedem Fall operiert werden und fällt lange aus“, so Saborowski weiter. Die nächste Hiobsbotschaft ereilte den ehemaligen Bundesliga-Profi am Freitag: „Unser Keeper Phil Gronau hat mir mitgeteilt, dass er aus beruflichen Gründen zumindest vorerst nicht mehr trainieren kann. Das ist sehr bitter.“

Im kleinen Endspiel gewann die SGP durch Treffer von Viktor Klejonkin (2), Said Jungverdorben (2) und Dennis Gibis. „Die erste Hälfte war wirklich sehr schlecht“, fand SGP-Co-Trainer Thorsten Kleine-Boes. Eine Aussage, der Übungsleiter Andreas Matyjaszek zumindest teilweise widersprach: „Wir hatten auch da schon mehr vom Spiel, haben aber zu umständlich gespielt. Das war im zweiten Durchgang deutlich besser.“

Für die Wacker-Elf, die aufgrund des personellen Aderlasses wieder mit der gleichen Mannschaft antreten musste, traf Marvin Dzudzek. „Die erste Viertelstunde war ausgeglichen. Danach hat die SGP das Zepter in die Hand genommen und wir hatten keinen Zugriff mehr auf das Spiel. Ein verdienter Oberlohberger Sieg, auch in der Höhe“, fand Wackers Thomas Fürchtenicht.

Auch insgesamt war „Schuppi“ mit dem Turnierverlauf zufrieden, auch wenn er sich sicherlich mehr Zuschauer gewünscht hätte: „Wenn wir ins Finale gekommen wären, wären heute sicherlich 50 Zuschauer mehr da gewesen. Aber die Spiele waren ordentlich, keiner hat sich verletzt und es gab keinen Stress.“

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