Schmidts Verletzung schockte SGP

Rannte unheimlich viel, hatte aber Pech im Abschluss: Christian Lehm (rechts) von der SGP Oberlohberg blieb gegen den Vorletzten der Fußball-Bezirksliga, Borussia Veen, ohne Torerfolg.
Rannte unheimlich viel, hatte aber Pech im Abschluss: Christian Lehm (rechts) von der SGP Oberlohberg blieb gegen den Vorletzten der Fußball-Bezirksliga, Borussia Veen, ohne Torerfolg.
Foto: WAZ FotoPool
Dinslaken. Trotzdem reichte die Leistung für einen 3:1-Heimsieg gegen Borussia Veen. Fagrach traf doppelt.

In den letzten Partien, seit Alexander Rohde wegen seiner Knieschmerzen nicht mehr im Kasten der SGP Oberlohberg auftreten konnte, lief Ersatztorwart Tim Schmidt zur Hochform auf. Frühzeitig erkannte Trainer Andreas Matyjaszek die Fähigkeiten des 19-Jährigen Fußballers und verpflichtete den Ex-Vierlindener. Nun droht Schmidt eine lange Pause: Der Bezirksliga-Keeper kollidierte beim 3:1 (2:1)-Heimsieg gegen Borussia Veen mit seinen eigenen Spielern und musste mit dem Rettungswagen abtransportier werden.

Der Fünf-Meter-Raum sei heilig, protestierte Matyjaszek gegen die Tatenlosigkeit des Schiedsrichters. Direkt verantwortlich für die Verletzung, die sich der junge Fußballer wohl am Torso zuzog, war aber kein Veener. Nach einer Ecke in der 18. Minute fielen zwei SGP-Spieler gegen Schmidt. Der musste behandelt werden, bekam auch auf der Spielerbank kaum Luft. Zu dem Zeitpunkt hatte Enis Capri die Gastgeber bereits in Führung gebracht. Eine kluge Flanke von Dennis Gibis verwandelte Capri, der in der Woche nicht trainieren konnte, mit einem gezielten Volley-Schuss zum 1:0 (13.).

Capri bringt „Dörfler“ in Führung

Den verletzten Keeper ersetzte Frank Langela. Mit seinen 44 Jahren steht der ehemalige Sterkrader Keeper als dritter Torwart nur für den Notfall parat. Der Sonntagnachmittag war exakt so ein Notfall. An der Schockstarre, die die Hausherren nach dem unglücklichen Zusammenprall befiel, konnte Langela nichts ändern. Beruhigend wirkte in der Situation der Treffer von Younes Fagrach, herausgespielt durch Capri (36.). Zum Glück besaß aus Sicht der „Dörfler“ das als Absteiger gehandelte Team von Theo van Bebber kaum Offensivkraft, kam nur sporadisch vor Langelas Tor. Einer der Momente war die 42. Spielminute. Nach einer Ecke klärte die Oberlohberger Abwehr, wieder notgedrungen mit Viktor Klejonkin als Libero (der diese Position aber gut ausfüllte) schlecht. Nutznießer war Daniel Holland, chancenlos Frank Langela.

Im zweiten Durchgang verpassten der unglücklich agierende Christian Lehm (48./58../75.), Oliver Simic (66./77.) und Gibis (69.) Großchancen, die zur sicheren Führung hätten reichen müssen. Erst in der Nachspielzeit, wo Schiedsrichter Oliver Tschallener den regulären Ausgleich von Armin Remers nicht gab (Abseits), sicherte der doppelte Torschütze Fagrach durch Capris Vorarbeit den vierten Saisonsieg. „Jeden Sonntag müssen wir die Mannschaft neu zusammenstellen“, verflucht Matyjaszek die Personalsituation. Neun Spieler fehlten. „Trotzdem müssen wir die Torchancen, die wir haben, nutzen.“

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