Rot-Weiss steht vor einer schwierigen Saison

André Mordhorst, Spitzenspieler der Dinslakener TG Blau-Weiß in der 1. Verbandsliga, will seine gute Form aus dem Winter bestätigen. Mordhorst weiß aber auch, dass jetzt wesentlich schwierigere Aufgaben auf ihn warten.
André Mordhorst, Spitzenspieler der Dinslakener TG Blau-Weiß in der 1. Verbandsliga, will seine gute Form aus dem Winter bestätigen. Mordhorst weiß aber auch, dass jetzt wesentlich schwierigere Aufgaben auf ihn warten.
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Dinslaken. Dinslakener Tennis-Damen müssen erstmals ohne Verstärkung aus den Niederlanden auskommen. Die Herren der DTG gehen nahezu unverändert ins Rennen. Drei hiesige Teams in der Herren-Bezirksliga.

Das kalte und regnerische Wetter der vergangen Tage machte nicht unbedingt Appetit auf den Beginn der Medensaison am Wochenende. Immerhin besteht Hoffnung auf eine zumindest leichte Verbesserung der äußeren Bedingungen, wenn am Samstag die höherklassigen Teams der Region erstmals um Punkte spielen. Aushängeschild bei den Herren bleibt die Dinslakener TG Blau-Weiß, die sich in der 1. Verbandsliga wieder den Klassenerhalt zum Ziel gesetzt hat und am Samstag um 14 Uhr GW Moyland am Bärenkamp zu Gast hat.

Die DTG geht praktisch unverändert in die neue Spielzeit. André Mordhorst bleibt die Nummer eins der Blau-Weißen, mit Roy Bruggeling und Leon Vellekoop stehen zwei altbekannte Niederländer auf der Meldeliste. Wie häufig das Duo zum Einsatz kommt, bleibt abzuwarten. Dahinter sind Daniel Lingen, Kai Knippert und Tristan Dawirs gesetzt. Als Ersatz stehen talentierte Spieler aus der Reserve parat.

„Der Klassenerhalt ist für uns ein sehr hoch gestecktes Ziel“, formuliert Anika Engelbrecht, Mannschaftsführerin des TC Rot-Weiss Dinslaken, die deutliche Außenseiterrolle ihrer Damen in der 1. Verbandsliga. Erstmals seit vielen Jahren tritt die Mannschaft ohne Verstärkungen aus den Niederlanden an, zusätzlich schwächen einige Ausfalle das Team. Einsätze von Dorothee Schmelt, die erst vor einigen Tagen Söhnchen Ferdinand zur Welt brachte, sind natürlich ausgeschlossen, weitere Spielerinnen haben momentan Verletzungssorgen. So hängen die Trauben schon im Heimspiel (Samstag, 14 Uhr) gegen den TC Bredeney in fast unerreichbarer Höhe.

Um den Klassenerhalt geht es auch für die Damen des TV Jahn Hiesfeld in der 2. Verbandsliga. Die „Veilchen“, die im letzten Sommer in der Relegation den Aufstieg perfekt machten, und auch auf ihren großen Teamgeist setzen, wollen in nahezu gleicher Besetzung antreten. Geplant sind auch Einsätze der jungen und talentierten Eigengewächse wie Hannah Hemmert. Los geht es am Samstag um 14 Uhr bei Blau-Weiß Bottrop.

In der Herren-Bezirksliga sind mit den Aufsteigern TV Jahn Hiesfeld und TC Rot-Weiss Dinslaken sowie dem TC Blau-Weiß Spellen gleich drei Teams aus Dinslaken und Voerde vertreten. Einen Schock mussten die „Veilchen“ kurz vor dem Start verkraften, denn der an Position drei eingeplante Mannschaftsführer Robin Pischel verletzte sich beim Skifahren (Bruch des Schienbeinkopfes mit Einblutung) und fällt den ganzen Sommer aus. Jetzt müssen es die beiden starken Belgier Boris Delpire und Sandro Poli – letzterer ist neu im Mühlendorf – sowie der eigene Nachwuchs richten. Für Pischel ist die Liga „erst einmal eine Wundertüte.“

Der TC Rot-Weiss hat sich nach dem zweiten Aufstieg in Folge mit den beiden Niederländern Rene Lindenbergh und Boris Oomes verstärkt. Mit Mannschaftsführer Stefan Lange steht ein weiterer erfahrener Spieler zur Verfügung, dahinter sollen die Nachwuchstalente aus den eigenen Reihen für Punkte sorgen. „Wir wollen so schnell es geht den Klassenerhalt unter Dach und Fach bringen, dann schauen wir mal, was vielleicht noch möglich ist“, erklärt Lange. Das Hauptziel sei vor allem, die jungen Spieler an die Klasse heran zu führen.

Die Spellener haben mit Tim Berteld zwar einen Akteur verloren, dafür aber mit Rückkehrer Florian Schwanse, der zuletzt in Köln gespielt hat, auch einen Neuzugang zu vermelden. „Ziel ist der Klassenerhalt, und wir hoffen, dass wir den diesmal nicht nur mit Ach und Krach schaffen. Die Liga ist allerdings wieder sehr stark“, findet Mannschaftsführer Marcel Teichert. Einem Teil des Teams konnten die Witterungsbedingungen der letzten Tage herzlich egal sein. Max Faßbender, Sebastian Abel und Florian Schwanse holten sich unter der Sonne Mallorcas den letzten Schliff.

Spellen steht zum Auftakt eine große Hürde beim DSC Preußen bevor. Auf die Rot-Weißen (beim SuS Wesel-Nord) und Hiesfeld (zu Hause gegen den Club Raffelberg) warten vermeintlich lösbare Aufgaben. Alle drei Partien beginnen Samstag um 14 Uhr.

Neuland für Voerde

Definitiv nur um den Klassenerhalt kann es für die hiesigen Damen-Teams in der Bezirksliga gehen. Der TC Rot-Gold Voerde betritt als Aufsteiger Neuland, und auch die meisten Spielerinnen, die für die „Zweite“ des TC Rot-Weiss Dinslaken antreten, haben vorher in unteren Ligen gespielt. Weil die eigentliche zweite Mannschaft, die im letzten Sommer aus der zweiten Verbandsliga abgestiegen war. besteht das Team nun überwiegend aus der vorherigen „Dritten“.

Voerde hat zum Auftakt spielfrei und greift erst am Sonntag, 8. Mai, zu Hause gegen den TC Babcock in die Medensaison ein. Rot-Weiss hat am Samstag um 14 Uhr zu Hause gegen Blau-Weiß Flüren gleich eine Standortbestimmung.

 
 

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