Rot-Weiß duschte doppelt kalt

Ninja Pfützenreuter verlor glatt in zwei Sätzen.
Ninja Pfützenreuter verlor glatt in zwei Sätzen.
Foto: WAZ FotoPool
Dinslaken. Dinslakener Tennis-Damen verloren in der Niederrheinliga klar mit 0:9 gegen Moers 08 II und müssen nun unbedingt die letzten beiden Spiele gewinnen.

Erst gab’s die kalte Dusche in Form einer deutlichen 0:9-Niederlage gegen die Reserve des TC Moers 08. Und dann hielten auch die Nasszellen auf der heimischen Anlage kein warmes Wasser mehr für die Tennis-Damen des TC Rot-Weiß Dinslaken bereit. Ein Tag zum Abhaken für den Niederrheinligisten, der nun unter dem großen Druck steht, die beiden letzten Partien unbedingt gewinnen zu müssen, um die Klasse vielleicht doch noch halten zu können.

„Wenn wir beide Spiele gewinnen, bleiben wir drin“, ist sich Mannschaftsführerin Ninja Pfützenreuter sicher. Doch das Selbstbewusstsein hat nach nunmehr vier Niederlagen beim Aufsteiger schon ein wenig gelitten. Das zeigte sich auch gegen den Gast auch Moers. Den Sieg hatte sich der sehr gut besetzte TC 08 zwar ohne Frage verdient, aber in der einen oder anderen Partie wäre für die Dinslakenerinnen durchaus mehr drin gewesen.

Im Spitzeneinzel musste sich die rot-weiße Nummer eins, die Niederländerin Joany Pontjodikromo, erst im Match-Tiebreak geschlagen geben. Ihre Landsfrau Josien Boverhof fand an Position fünf dagegen überhaupt nicht zu ihrer Form und verlor wie schon in der Vorwoche in Flüren überraschend.

Während Franziska Föcking an Position vier überhaupt keine Chance besaß, hätten Gina Betzholz, Ninja Pfützenreuter und Anja Lingen ihre Begegnungen zumindest noch enger gestalten können. Vor allem Pfützenreuter, die gegen die gebürtige Dinslakenerin Ann-Kathrin Wind, die mittlerweile in Memphis am College spielt, mit 2:6, 3:6 unterlag, hatte in vielen engen Spielen die Möglichkeit, es spannender zu machen.

Nach der Vorentscheidung in den Einzeln nutzten die Dinslakenerinnen die Doppel, um sich weiter einzuspielen. In der gewohnten Aufstellung mit Pontjodikromo/Boverhof, Betzholz/Föcking und Pfützenreuter/Lingen wäre bei engerem Spielstand vielleicht noch etwas drin gewesen, aber die Rot-Weißen probierten einiges aus, gingen nicht mehr mit hundertprozentigem Einsatz zu Werke und verpassten so einen möglichen Ehrenpunkt. Gebracht hätte der aber sowieso nichts. Gegen Stadtwald Hilden und den Gladbacher HTC müssen nun auf jeden Fall Siege her. Beide Kontrahenten gelten zwar als durchaus schlagbar, doch dann müssen die Dinslakenerinnen auf jeden Fall ihr bestes Tennis spielen. „Vielleicht waren wir auch einfach etwas zu blauäugig, dass wir nach dem Aufstieg gedacht haben, es fast in identischer Besetzung auch in der Niederrheinliga schaffen zu können“, fragt sich Pfützenreuter mittlerweile. Aber wer weiß, was noch passiert? Kalte Duschen sollen ja manchmal Wunder wirken. . .

 
 

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