Rot-Weiss bejubelt Derbysieg

René Lindenbergh gewann das Spitzeneinzel gegen Hiesfelds Boris Delpire.
René Lindenbergh gewann das Spitzeneinzel gegen Hiesfelds Boris Delpire.
Foto: FUNKE Foto Services
Dinslaken. Dinslakener Tennis-Herren gewinnen den Bezirksliga-Vergleich mit dem Nachbarn mit 6:3. Jahn-Damen fahren 7:2-Erfolg gegen Düsseldorf ein. Spellen verliert gegen Wesel-Nord. Voerde feiert 5:4 im Krimi.

Dass die Saison in der 1. Verbandsliga für den TC Rot-Weiss eine ganz schwierige werden würde, war den Dinslakener Tennis-Damen schon im Vorfeld klar. Die ersten Begegnungen bestätigen das neu zusammengestellte Team in seiner Sorge. Auch beim Lintorfer TC II war nichts zu holen. Die Gäste unterlagen mit 1:8. Den Ehrenpunkt bekam Dinslaken, weil der Gastgeber ein Doppel abschenkte.

Auf dem Platz schnupperte eigentlich nur Gina Betzholz an einem Erfolg, sie verlor das Spitzeneinzel nur knapp mit 6:1, 1:6, 7:10 gegen Lisa Krohnen-Dauser. Alle anderen Partien gingen glatt an Lintorf, wobei Kira Koske an Position fünf mit insgesamt sechs Spielgewinnen (2:6, 4:6) noch am ehesten mithalten konnte.

Ihren ersten Erfolg in der 2. Verbandsliga feierten die Damen des TV Jahn Hiesfeld. Eine Woche nach der Auftaktniederlage in Bottrop setzten sich die „Veilchen“ auf heimischer Anlage mit 7:2 gegen den Düsseldorfer Sport-Club durch. Im Spitzeneinzel machte es Elisa Schmidtke spannend, gewann nach verlorenem ersten Durchgang noch im Match-Tiebreak. Stephanie Mertens verlor an Position zwei zwar glatt, dahinter punkteten Simone Bossak, Sarah Breuer, Lena Brauers und Lisa Gaul aber jeweils in zwei Sätzen – die Begegnung war damit schon entschieden. Im Doppel fuhren Schmidtke/Bossak und Breuer/Brauers die weiteren Zähler ein.

Einige sehr spannende und teilweise auch richtig hochklassige Matches bekamen die Zuschauer der Bezirksliga-Partie zwischen den Herren des TC Rot-Weiss und dem TV Jahn Hiesfeld zu sehen. Nach den Einzeln war die Spannung dann aber trotzdem raus. Der Gastgeber aus der Stadtmitte führte mit 5:1, am Ende hieß es 6:3 für die Rot-Weißen.

2:0 für die Niederlande

Mit entscheidend für den letztlich ungefährdeten Dinslakener Erfolg war auch der Sieg im Vergleich „Niederlande gegen Belgien“. Die rot-weißen Neuzugänge René Lindenbergh und Boris Oomes behielten die Oberhand über ihre belgischen Kontrahenten auf Hiesfelder Seite. Lindenbergh musste im Spitzeneinzel gegen Boris Delpire allerdings hart kämpfen, gewann erst knapp im Match-Tiebreak. Oomes machte dagegen beim 6:0, 6:1 gegen Sandro Poli kurzen Prozess. Klar fiel auch der Zwei-Satz-Sieg von Dinslakens Nils Watenphul gegen Hendrick Voss aus. Überhaupt nicht gefordert wurde Stefan Lange, denn sein Hiesfelder Gegner Robin Pischel ließ sich nur aufstellen, konnte verletzt aber nicht antreten.

Fast drei Stunden dauerte der Kampf zwischen Robin Börger und Jahn-Spieler Yannick Hillen, den Dinslakens Nummer vier schließlich im Match-Tiebreak für sich entschied. So konnte für Hiesfeld nur Mats Hillen punkten, der Dinslakens Yannick Nolte – ebenfalls sehr knapp im Match-Tiebreak – besiegte. „Mehr war hier heute für uns nicht drin. Ich glaube, wir haben gegen den kommenden Aufsteiger gespielt“, erklärte „Veilchen“-Mannschafsführer Pischel hinterher. Sein Team konnte durch die Doppelerfolge von Poli/Voss und Delpire/Mats Hillen immerhin noch Ergebniskosmetik betreiben. Für Rot-Weiß siegten noch Lindenbergh/Oomes.

Ligakonkurrent TC Blau-Weiß Spellen unterlag dem SuS Wesel-Nord mit 2:7 und kassierte damit am zweiten Spieltag die zweite Schlappe. „Es war diesmal in den einzelnen Partien sicher knapper, aber die Weseler haben wirklich eine gute Leistung abgerufen und am Ende auch verdient gewonnen“, erklärte Spellens Mannschaftsführer Marcel Teichert. Die Punkte für sein Team holten Peter Koslowsky jr. und Max Faßbender an Position eins und zwei. Nach dem 2:4-Zwischenstand musste Spellen bei der Doppelaufstellung etwas riskieren, letztlich ging der Schuss dann nach hinten los.

Marathon-Spieltag und Krimi mit glücklichem Ausgang: Nach fast neun Stunden setzten sich die Bezirksliga-Damen des TC Rot-Gold Voerde zu Hause mit 5:4 gegen den TC Babcock durch. Eva Tenorth, Christina Nobles (beide im Match-Tiebreak), Elena Kunert und Jana Artz sorgten für eine 4:2-Führung, dann wurde es noch einmal spannend. Zwei Doppel gingen verloren, im entscheidenden Match behielten schließlich Nobles und Kunert denkbar knapp mit 15:13 die Oberhand.

 
 

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