Rohde machte sich selbst ein Geschenk

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Dinslaken. Die SGP Oberlohberg gewann das Nachbarschaftsduell der Fußball-Bezirksliga gegen Glückauf Möllen mit 2:1 (1:0).

Sich selbst Geburtsgeschenke zu machen, ist meist unüblich. Dann noch einen Tag vor seinem eigentlichen Geburtstag ist es noch ungewöhnlicher. Doch der Torhüter der SGP Oberlohberg, Alex Rohde, machte sich sein schönstes Geschenk selbst. Er hielt einen Tag vor seinem 25. Geburtstag den 2:1 (1:0)-Sieg seines Fußball-Bezirksligisten im Spitzenspiel gegen Glückauf Möllen mit einigen tollen Paraden fest und lässt den Höhenflug der „Dörfler“ neu aufleben. Kein Wunder also, dass die SGP-Kicker nach dem Abpfiff alle zu ihrem Keeper rannten und sich für die starke Leistung bedankten.

Der andere Oberlohberger Derbyheld heißt Andreas Tomus. Der Leitwolf der SGP zeigte seine bislang beste Saisonleistung und krönte diese mit zwei Treffern (39./77., Foulelfmeter). „Das war ein typisches Derby. Wir haben ein leidenschaftliches Spiel gezeigt“, freute sich SGP-Trainer Mahmut Tas.

Die ersten zwanzig Minuten gehörten Glückauf, danach spielten bis zur Pause nur noch die Gastgeber. Folgerichtig machte Tomus sein erstes Tor nach einem Eckball von Capri. „Ich musste die Mannschaft in der Halbzeit wieder wachrütteln“, erklärte Möllens Coach Willi Radmacher hinterher. Dies gelang ihm auch. Matthias Moelleken glich ebenfalls nach einem ruhenden Ball aus (48.).

Der Elfmeterpfiff in der 77. Minute war durchaus diskutabel, ob Dominik Lech wirklich den eingewechselten Oberlohberger Fatih Civana traf, wird das Geheimnis der beiden bleiben. „Ich denke, man kann den Elfmeter durchaus pfeifen“, glaubte Tas.

Nichts zu diskutieren gab es bei der roten Karte für Said Koumbaz, der in der 87. Minute Stefan Schütz zu Boden streckte und so dem Unparteiischen keine andere Möglichkeit gab als ihn des Feldes zu verweisen. „Said ist da so reingesprungen, da hat er alleine wegen Dummheit die rote Karte verdient. Das war absolut unnötig“, ärgerte sich Radmacher, auf dessen Seite Pierre Salewski zu überzeugen wusste. Einen Debütanten gab es auf Möllener Seite ebenfalls noch: Dominik Schäfer vertrat Dany Hodak im Glückauf-Gehäuse und machte seine Sache ordentlich. Er war bei beiden Gegentreffern machtlos.

Überraschend war, dass Radmacher von Beginn an auf Hakan Gül setzte, der knapp sechs Monate nicht für die „Dörfler“ spielte. Rohde war es, der die erste große Chance des Routiniers vereitelte (44.). In der 90. Minute rettete Rohde dann noch gegen Lech mit einem sehenswerten Hechtsprung. Nach der Partie lud Rohde die gesamte Mannschaft zum gemeinsamen „Reinfeiern“ ein. Da wird es dem Keeper auch egal gewesen sein, dass er sich sein größtes Geschenk bereits selbst gemacht hatte.

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