Oberlohbergs Schreckgespenst Hajroussi

Oliver Simic (re.) konnte sich wenigstens über das schönste Tor freuen.
Oliver Simic (re.) konnte sich wenigstens über das schönste Tor freuen.
Foto: Christoph Karl Banski
Dinslaken. Hattrick des Meerfelders bestrafte bei der 2:3-Pleite die miserable Chancenverwertung.

Der eingewechselte Sascha Neuland schlug den Ball quer rüber auf Enis Capri, welcher auf Younes Fagrach ablegte. Der Mittelfeldspieler der SGP Oberlohberg verschenkte die vorher schön herausgearbeitete Chance in der 85. Minute. Für Thomas Geist, Bezirksliga-Trainer des FC Moers-Meerfeld war das der Moment, um zu schreien: „Die schießen heute kein Tor mehr! Alle nach vorne!“ Fünf Minuten später netzte Hattrick-Schütze Nadim Hajroussi zum 3:2 (1:1). Und Enis Capri holte sich zu allem Überfluss in der Nachspielzeit noch die zweite gelbe Karte ab.

SGP-Trainer Andreas Matyjaszek brachte das Geschehene nach Abpfiff auf den einfachsten Punkt: „Die haben drei gemacht, wir zwei.“ Möglichkeiten, die Führung herauszuspielen, hatten die Hausherren genug. „Wenn man die Torchancen nicht nutzt, wird man bestraft. Vom Spiel her waren wir die bessere Mannschaft.“ Zu Beginn jedoch benötigten die Oberlohberger, die gegen Hertha nicht für die drei Punkte zu spielen brauchten, einige Zeit, um sich zu finden. Zeit, die Meerfeld dem Tabellendritten nicht gab. Nach einer Ecke fiel der Ball vor die Füße von Hajroussi, Schuss, Pfosten, Tor, 0:1 (22.). Dass es bei Oberlohberg am Ostermontag nicht so leicht gehen würde, deutete sich wenig später an. Oliver Simic köpfte den Ball an die Latte (31.), Christian Lehm (33.) und Fagrach (36.) knallten Phillip Kmiec das Leder in die Hände. Erst als Simic auf einen Pass von Viktor Klejonkin die Abwehr umkreiste, in den freien Raum stieß und einen herrlichen Schlenzer in die lange Ecke setzte, war Kmiec überwunden (40.) und das Spiel wieder offen.

Nach Wiederanpfiff machte es die SGP besser. Der eingewechselte Georg Hanna, der in dieser Saison noch nicht besonders in Erscheinung trat, verwandelte eine Capri-Flanke und genoss mit einem Jubelsprung seinen ersten Treffer (60.). In der 66. Minute gelang Hajroussi der Ausgleich und ab da drückte Oberlohberg auf das Meerfelder Tor. Capri ackerte unermüdlich auf der linken Angriffsseite, Simic traf in der 80. Minute wieder die Latte, Fagrach vergab reihenweise (85./86./88.). Auf der Gegenseite hielt Frank Langela in der 85. Spielminute die offene Spielsituation mit seinen herausragenden Paraden gegen Raphael Weigl und Kevin Hettkamp fest. Auch am Schuss von Hajroussi hatte Langela die Finger dran – vergebens. „Wir wollten Hajroussi ausschalten. Wir wussten, dass er gefährlich ist“, klagte „Schuppi“, der nun noch auf den gesperrten Capri verzichten muss, nachdem sich dieser vom Schiedsrichter provozieren ließ.

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