Oberlohberg bewies Moral

Oliver Simic (Nummer 9) trifft zurzeit einfach nicht. Aushilfe Markus Hüttermann spielte ordentlich, war aber beim 0:1 nicht ganz auf dem Posten.
Oliver Simic (Nummer 9) trifft zurzeit einfach nicht. Aushilfe Markus Hüttermann spielte ordentlich, war aber beim 0:1 nicht ganz auf dem Posten.
Foto: WAZ FotoPool
Dinslaken. SGP verlor dennoch mit 1:2 gegen die DJK Vierlinden. Simic verschoss Elfmeter nach umstrittener Entscheidung. Ball soll schon im Tor gewesen sein.

Vor der Winterpause traf Oliver Simic noch wie am Fließband. 13 Tore hatte der Angreifer der SGP Oberlohberg schon vor Weihnachten auf dem Konto. Doch in der Rückrunde will der Ball einfach nicht mehr rein. Dabei hatte Simic auch bei der gestrigen 1:2 (0:1)-Niederlage seines Fußball-Bezirksligisten gegen die DJK Vierlinden Gelegenheiten satt. Die größte vergab der SGP-Stürmer in der 65. Minute, als er per Strafstoß am Walsumer Keeper Jens Dowedeit scheiterte.

Es war die aufregendste Szene einer unterhaltsamen Partie: Zwei Minuten nachdem Younes Fagrach mit einem Kracher aus 16 Metern für den Anschluss gesorgt hatte, wehrte DJK-Feldspieler Coskun Alkan einen erneuten Schuss Fagrachs mit der Hand ab. Daran bestand überhaupt kein Zweifel, wesentlich strittiger war da schon, ob der Ball beim Klärungsversuch nicht schon hinter der Linie gewesen war. Nach längerer Unterbrechung entschied Schiedsrichter Steffen Strüwer jedoch nicht auf Tor, sondern auf Strafstoß und rote Karte für den Übeltäter. Zum Glück für die Gäste, denn Dowedeit ahnte die Ecke, und auch die anschließende Überzahl konnten die nun drückenden Oberlohberger nicht mehr nutzen.

„Der Ball war drin“

„Der Ball war drin“, war sich Andreas Matyjaszek hinterher zwar sicher, länger wollte sich der SGP-Trainer aber nicht mehr mit der heiklen Situation beschäftigen. Entscheidend war für „Schuppi“ eher das erste Gegentor, als beim 0:1 (28.) von Alkan die Innenverteidigung patzte: „Wir wollten abwartend spielen und Vierlinden nicht in Führung gehen lassen“, ärgerte sich der Coach, der notgedrungen einige nicht ganz fitte Akteure aufstellen musste.

Nach dem schnellen 0:2 (47.) nach der Pause durch Benjamin Koncic schien die Partie dann endgültig gelaufen. Die Gastgeber wirkten für ein paar Minuten auch völlig konsterniert, fingen sich aber wieder und plötzlich verlor Vierlinden völlig die Ordnung. Simic hätte in der 56. Minute eigentlich schon per Kopf für den Anschluss sorgen müssen, doch wenig später sorgte Fagrachs kompromissloser Hammer unter die Latte für neue Hoffnung.

„Wir haben auf jeden Fall Moral bewiesen“, befand Matyjaszek, „jetzt müssen halt am Mittwoch drei Punkte her.“ Dann gastieren die „Dörfler“ beim Schlusslicht Borussia Veen.

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