Nur Möllmann konnte punkten

Die Hiesfelder Sportschützen im Wettkampf mit Frintrop.
Die Hiesfelder Sportschützen im Wettkampf mit Frintrop.
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Nur ein Sieg fehlt den Sportschützen des BSV Hiesfeld, doch der wollte weder gegen den BSV Frintrop noch gegen den PSV Essen gelingen.

Dinslaken..  Am Sonntag war irgendwie der Wurm drin. „Wir sind der Wurm“, erwiderte BSV-Mannschaftsführer Jürgen Wölk. Ausgerechnet auf der eigenen Anlage wollte nichts zusammen passen, die Entscheidung um den Klassenerhalt in der Landesoberliga ist vertagt. Nur ein Sieg fehlt den Sportschützen des BSV Hiesfeld, doch der wollte weder gegen Mitkonkurrent BSV Frintrop noch gegen den PSV Essen gelingen. Beide Wettkämpfe verloren die Hiesfelder mit 1:4.

Nach sieben Jahren in der zweihöchsten Klasse war der BSV im vergangenen Jahr erstmals vom Abstieg bedroht. Die Schützen erwischten den letzten Strohhalm und hielten die Klasse. Derselbe Nervenkrieg wiederholt sich ein Jahr später: Wieder kämpfen die Hiesfelder gegen den Abstieg und müssen dafür alles aufbringen. „Wir wären gar nicht so traurig, wenn wir absteigen würden. Gut schießen können wir auch in der Landesliga“, erklärt Wölk. Denn permanent „einen auf die Mütze“ zu bekommen, ist frustrierend.

Am Sonntag hatten sich die Schützen gegen Essen einen Sieg ausgerechnet. Es wäre der zweite in der laufenden Saison und damit der Klassenerhalt, weil vier Pluspunkte reichen würden. Doch die Essener schossen, als hätten sie überhaupt keinen Druck. Karlheinz Vahnenbruck und Ralf von Lanken erzielten 299 Ringe. Zwar erzielte Georg Wielgosz an Position eins 297 Ringe, aber das reichte unter diesen Konditionen nicht für einen Sieg. Ebenso hatte Wolfgang Regorz an Position zwei das Nachsehen. Ursula Regorz, die an Position vier startete, hatte am Sonntag mit der Grippe zu kämpfen und unterlag gegen Herbert Freitag mit 285:296.

Frühe Entscheidung

Da auch Udo Niklas beim 290:294 gegen Peter Mackowiak verlor, war die Entscheidung gefallen, ehe Dieter Möllmann gegen Uwe Hebisch ins Stechen ging. Beide erzielten 292 Ringe, aber im Stechen traf nur Möllmann die Zehn und rettete den Ehrenpunkt.

Möllmann sollte einige Stunden später wieder ins Stechen kommen. Auch gegen den PSV wollte es nicht klappen. Nur Wielgosz kam in der dritten Runde auf die vollen 100 Ringe, musste beim 296:296 aber ins Stechen gehen mit Andreas Fröhlich. Zuvor hatte Regorz eine bittere 283:295-Niederlage gegen Willi Horz kassiert. Ursula Regorz steigerte sich trotz Krankheit, aber die 292 Ringe waren zu wenig, um den Sieg von Edward Charpan zu verhindern. Udo Niklas unterlag mit 286:298 gegen Marion Reimer. Die zweite Niederlage war besiegelt. Möllmann bewies trotzdem noch Nervenstärke. Nach dreimaligem Gleichstand folgte das Stechen mit Zehntelwertung. Möllmann kam auf ein Ergebnis von 10,6, Karl-Heinz Schlieper nur auf 9,9. Für Wielgosz lief es nicht so gut. Er musste im dritten Versuch des Stechens eine Niederlage hinnehmen.

„Wir hatten eigentlich keine Chance, aber wir hätten nicht gedacht, dass wir gegen einen Mitkonkurrenten so einbalsamiert werden“, bilanzierte Wölk. Am 18. Januar trifft der BSV auf Straberg.

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