Novum bei der Stadtmeisterschaft

Daniel Möllmann von der SGP Oberlohberg nahm im letzten Jahr den Siegerpokal entgegen.
Daniel Möllmann von der SGP Oberlohberg nahm im letzten Jahr den Siegerpokal entgegen.
Foto: WAZ FotoPool
Dinslaken. Mit der Aufnahme der Hallenspezialisten Futsal Bulls streiten in Dinslaken erstmals sieben Teams um den Titel.

Dass die Bezirksliga-Fußballer der SGP Oberlohberg sich Anfang 2014 als Hallen-Stadtmeister feiern durften, war keine Premiere, denn 27 Jahre zuvor hatten sich die „Dörfler“ schon einmal den Titel gesichert. Ein echtes Novum hat der Wettbewerb aber in der 2015er-Auflage zu bieten, denn mit den Futsal Bulls ist erstmals eine siebte Mannschaft dabei. Auf Initiative des SGP-Vorsitzenden Ali Kaya wurden die Hallenspezialisten ins Tableau aufgenommen. „Wir hatten nichts dagegen einzuwenden“, sagt Mahmut Tas, Trainer des Ausrichters Rot-Weiß Lohberg, „man muss jetzt sehen, ob das Team die Veranstaltung wirklich bereichern kann.“ Am Sonntag sind Vereine und Fans schlauer. Ab 12 Uhr rollt der Ball in der Hans-Efing-Halle.

Tas erwartet „ein sehr ausgeglichenes Feld“, zumal Oberligist TV Jahn Hiesfeld erneut nur mit der A-Liga-Reserve antritt: „Das ist sehr schade, man will sich doch mit den Besten messen und die Großen ärgern können“, findet der RWS-Coach, der mit seinem Team gerne ein Wörtchen um den Gesamtsieg mitreden würde. Tas’ Motto: „Ein bisschen Brisanz ist nicht schlecht, aber Überhärte geht gar nicht.“

Andreas Matyjaszek, Trainer des Titelverteidigers, ist optimistisch, am Ende erneut vorne zu stehen: „Topfavorit ist für mich wieder RWS, aber wir sind auch gut dabei“, sagt der Oberlohberger Coach, der auch ein wenig wirtschaftlich denkt: „Der Sieg letztes Jahr hat uns auch in Sachen Sponsoring etwas gebracht.“

Für A-Liga-Herbstmeister VfB Lohberg hat die Rückrunde auf dem Feld natürlich absolute Priorität. Trainer Thomas Grefen wird deshalb auch einige Leistungsträger, die nicht ganz fit sind, schonen. „Das Wichtigste ist natürlich, dass sich niemand verletzt, aber wenn wir starten, dann wollen wir uns auch gut präsentieren“, erklärt Grefen.

Das sieht Thorsten Bohnert vom Ligakonkurrenten Wacker Dinslaken ganz ähnlich: „Hauptsache, alle können gesund in die Vorbereitung starten und es gibt kein Gegrätsche oder Gekloppe“, sagt der SC-Coach, der „einfach schönen Hallenfußball“ sehen will. Bei ihm spielt, „wer auch Bock hat“. Aus der Reserve helfen Dennis Quint, Daniel Juric und Markus Trinkert aus. Beim eigenen Hallenturnier Ende Dezember konnten die Wackeraner schon einmal üben.

Ingo Hermann, nach dem Abschied von Harry Copi Verantwortlicher beim SuS 09, will mit seinem A-Ligisten auch „gut abschneiden, aber nicht um jeden Preis.“ Trotz einiger Ausfälle glaubt Hermann, eine gute Truppe zusammen zu haben. Oberste Prämisse des neuen Cheftrainers: „Die Jungs sollen ihren Spaß haben.“

Der Spaß steht auch für Peter Haas, der jüngst Kai Wellmann bei der Reserve des TV Jahn als Übungsleiter ablöste, im Vordergrund: „Das Ergebnis ist zweitrangig. Es spielt keine Rolle, ob wir Erster oder Siebter werden. Die Jungs sollen einfach einen schönen Tag haben und zusammensitzen.“ Ob Kevin Paterka und Danny Scholz, die im Sommer eigentlich zum SC Wacker gewechselt waren, nun aber doch wieder zurück in Hiesfeld sind, eingesetzt werden können, ist noch nicht sicher.

Mahmut Tas wünscht sich vor allem viele Zuschauer, die auch viel Hunger mitbringen sollen: „Wir werden sehr viel auffahren. Es gibt jede Menge typisch orientalische Gerichte, und das alles gar nicht teuer“, wirbt der Rot-Weiß-Trainer. „Wir Südländer sind nunmal traditionell gastfreundlich und wollen uns auch im Hinblick auf das Image unseres Vereins von unserer besten Seite zeigen“, sagt Tas. Eine große Tombola mit vielen attraktiven Preisen soll das Angebot abseits der Spielfläche abrunden.

Männer zahlen 3,50 Euro Eintritt, Frauen, Jugendliche, Rentner und Schwerbehinderte 1,50 Euro. Schüler bis 14 Jahre zahlen 50 Cent, ab 17 Uhr ist der Eintritt für alle frei. Der Stadtmeister erhält hinterher 24 Prozent der eingenommenen Eintrittsgelder, für den Zweiten bleiben 21 Prozent, der Dritte erhält noch 17 Prozent, dem Siebten bleiben immerhin noch fünf Prozent. Der Schirmherr Stadtsportverband stellt die Preise für den erfolgreichsten Torschützen und das fairste Team.

EURE FAVORITEN

Weitere interessante Artikel