Neuland kam, sah und traf

Sascha Neuland hatte allen Grund zum Jubeln.
Sascha Neuland hatte allen Grund zum Jubeln.
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Dinslaken. Mittelfeldspieler der SGP Oberlohberg war an allen drei Treffern beim 3:1-Heimsieg über Wanheim beteiligt.

Eigentlich sah es nicht danach aus, dass Sascha Neuland gegen den SV Wanheim 1900 auflaufen könnte. Den Offensivmotor der SGP Oberlohberg hatte es erwischt. Von der Grippe geplagt konnte der 26-Jährige unter der Woche so gut wie gar nicht trainieren und saß gestern beim Heimspiel erstmal auf der Bank. Nach einer katastrophalen ersten Halbzeit brachte Trainer Andreas Matyjaszek trotzallem den Mittelfeldspieler und traf damit die beste Entscheidung des Tages: Ein Tor und zwei Assists steuerte Neuland im Fußball-Bezirksligaspiel gegen den Abstiegskandidaten zum 3:1 (0:1)-Sieg bei und riss praktisch im Alleingang das Ruder rum.

„Trainer, sag mal die sollen aufwachen. Das ist eine Katastrophe“, fluchte in der 28. Minute Viktor Klejonkin. Zehn Spielminuten vorher hatte der Ex-Voerder Ferdinand Motto für den 0:1-Rückstand der Oberlohberger gesorgt. Ein schöner Flugkopfball, allerdings fehlte in der SGP-Abwehr nach dem Eckball von Stefano Barbetti jegliche Zuordnung. Torwart Alexander Rohde, der nach seiner langwierigen Knie-Verletzung sein erstes Spiel bestritt, war chancenlos. Zu einfach sah das aus und das war nicht bloß eine Momentaufnahme. Kaum einmal schafften es die Hausherren, den Ball bis in den Wanheimer Strafraum zu tragen, strauchelten in der Abwehr, sobald ein langer Ball auf die lauffreudigen Spitzen geschlagen wurde. „Ich war total enttäuscht“, sagte Andreas Matyjaszek und schloss sich Klejonkins Eindruck an, der zusammen mit Enis Capri (10.) und Marius Mikat (43.) die einzigen Torchancen hatte. „Schuppi“ handelte, schickte Neuland aufs Feld und der brauchte nur drei Minuten, um warm zu werden. Ein Blick, ein Schuss mit dem linken Fuß, ein Tor (48.) – der 1:1-Ausgleich kam denkbar unerwartet. Kurz darauf hätte der viel beschäftigte Capri auch noch das 2:1 machen können, doch sein Schuss verpasste nur knapp den Wanheimer Kasten, den wenig später Klejonkin überhaupt nicht mehr verfehlen konnte. Nach einer Neuland-Flanke brauchte der 24-Jährige nur noch einzuschieben (77.). Dem voraus ging eine Fehlentscheidung des Unparteiischen, der den Oberlohbergern den einleitenden Einwurf zusprach. Allerdings hatte Daniel Hachtkemper in der 76. Minute Neuland ein Abseits-Tor attestiert – auch eine Fehlentscheidung. Die SGP-Gemüter beruhigten sich schnell und waren gänzlich entspannt, als sich Sascha Neuland wieder stark durchsetzte und den gerade eingewechselten Besnik Peci in der Mitte bemerkte, der locker zum 3:1 (82.) verwandelte.

Nach der kleinen Torflaute in den ersten beiden Partien freute sich Andreas Matyjaszek über den verspäteten Rückrundenstart: „Für uns war es wichtig, die drei Punkte zu holen, damit wir nicht runter rutschen.“

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