Nachbarschaftsduell im Keller

Können Möllens Kicker auch am Sonntag jubeln oder triumphiert die SGP?
Können Möllens Kicker auch am Sonntag jubeln oder triumphiert die SGP?
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Das Nachbarschaftsduell in der Fußball-Bezirksliga zwischen der SGP Oberlohberg und Glückauf Möllen findet am Sonntag (15 Uhr) im Keller statt.

Dinslaken/Voerde..  Für die einen ist es schon beinahe die letzte Chance, den Anschluss an die rettenden Plätze zu halten, die anderen können einen gehörigen Schritt in Richtung Klassenerhalt machen: Das Nachbarschaftsduell in der Gruppe 6 der Fußball-Bezirksliga zwischen der SGP Oberlohberg und Glückauf Möllen findet am Sonntag (15 Uhr) im Keller statt.

Die Sorgen sind grundsätzlich gleicher Art, dennoch gehen die Trainer Andreas Matyjaszek und Thomas Drotboom mit ganz unterschiedlichen Vorzeichen in die Partie. Während Matyjaszeks SGP mit nur 24 Punkten auf Rang 15 tief im Schlamassel steckt und sich bei voraussichtlich sieben Absteigern für einen erfolgreichen Saisonabschluss eigentlich keinen Punktverlust mehr erlauben darf, liegt Drotboom mit den Möllener Kickern um elf Zähler besser auf dem elften Platz überm Strich – wenn jetzt schon Schluss wäre, könnte Glückauf für ein weiteres Jahr in der Bezirksliga planen.

Auf den ersten Blick meint es das Restprogramm auch gut mit dem Team von der Rahmstraße. Als einzige von neun gefährdeten Mannschaften trifft die Elf aus Möllen ausschließlich noch auf Konkurrenten aus der unteren Tabellenhälfte. Ein Vorteil? „Nee“, meint Drotboom, „ich würde lieber gegen Mannschaften spielen, die nicht mehr nach oben oder unten können“. Gerade die Gegner, für die es noch um etwas geht, zeigten entsprechenden Einsatz: „Die SGP wird alles geben.“ Mehmet Rustemi ist angeschlagen, Dennis Muhs und Michael Badke fehlen berufsbedingt, trotzdem nimmt der Coach kein Blatt vor den Mund, wenn es um das Nahziel in Oberlohberg und danach bei Arminia Lirich geht: „Aus den nächsten beiden Spielen wollen wir sechs Punkte holen. Wenn wir unsere Hausaufgaben machen, stehen wir vielleicht bald gut da.“

Die Hausaufgaben sind für die SGP Oberlohberg ungleich schwerer, nicht nur wegen des Nachbarschaftsduells: „Probleme, Probleme“, seufzt Andreas Matyjaszek. Verletzungspech und vergebene Torchancen zogen sich bisher wie ein roter Faden durch die Saison, auch gegen Möllen muss der Coach improvisieren, da gut ein halbes Dutzend gefragter Kräfte wohl nicht zur Verfügung steht. Für sein Team steht ein vermeintlich schwereres Programm bis Saisonende auf dem Spielplan, unter anderem wartet am letzten Spieltag Aufstiegsaspirant Blau-Weiß Oberhausen. „Jetzt ist erst einmal Derby, da hoffe ich, dass die Mannschaft kämpferisch und läuferisch alles einsetzt“, sagt „Schuppi“. Für ihn ist der Kampf gegen den Abstieg als Trainer ungewohnt, „wir haben eine schlechte Phase erwischt und stehen unten drin. Wenn wir jetzt nicht gewinnen, ist die Sache wohl gelaufen.“

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