Möllen fehlte Konsequenz vor dem Hamborner Tor

Co-Trainer Danny Hodak war nach der Partie erstmal sprachlos: „Ich weiß nicht, was ich sagen soll. Dumm gegen Dümmer.“ Fußball-Bezirksligist SV Glückauf Möllen spielte 0:0 gegen Rheinland Hamborn. Hätte man vor der Partie einen Punkt angekündigt, wäre das vermutlich ein gutes Ergebnis gewesen, immerhin belegt Hamborn den dritten Tabellenplatz. Im Nachhinein betrachtet, war das torlose Remis aber weniger zufriedenstellend: „Es war scheinbar keiner in der Lage, zu gewinnen“, resümierte Hodak.

Die Begegnung begann unspektakulär, wenn auch ausgeglichener als erwartet. Bereits nach zehn Minuten verpasste Ertugrul Yirtik einen Abschluss, es sollte nicht sein letzter sein. In der 30. Minute wurde es brenzlig: Nach einem Handspiel von Dominik Lech im eigenen Strafraum gab es eine gelbe Karte und Elfmeter für Hamborn, den Möllens Torhüter Marvin Knaup an den Pfosten lenkte.

Der zweite Durchgang begann, wie der erste aufhörte: Eine etwas chaotische Unentschlossenheit auf beiden Seiten. Möllen arbeitete sich des öfteren bis zum gegnerischen Strafraum vor, um letzten Endes einen harmlosen Abschluss zu finden. Rheinland wurde zunehmend nervös und somit auch risikofreudiger: In einem Konterangriff lief Sejdo Jagurdzija alleine aufs gegnerische Tor zu, bis der kurz zuvor eingewechselte Hamborner Almer Djogaz ihm die Beine wegzog und glatt Rot sah (58.). Den Vorteil der Überzahl wussten die Möllener leider nicht zu nutzen, zumal er nicht von Dauer war: Lech sah nach einem weiteren Foulspiel Gelb-Rot (70.).

Von diesem Moment an geriet das
Möllener Gehäuse vorerst unter Dauerbeschuss. Nicht nur eine große Portion Glück schien der Elf von Hodak zu Teil geworden zu sein, auch Torhüter Knaup parierte einen Ball nach dem anderen: „Er hat heute wirklich super gehalten“, lobte der Co-Trainer und ehemalige Torhüter seinen Schützling zwischen den Pfosten.

In den letzten zehn Minuten wendete sich das Blatt und das Spiel wurde auf die Hamborner Seite verlagert. Olcay Dikmen, Mehmet Rustemi und auch Yirtik verfehlten in den entscheidenden Momenten immer den kraftvollen Abschluss, was den Endstand von 0:0 besiegelte. „Im Großen und Ganzen ist das Ergebnis schon in Ordnung. Zumal wir auch personell geschwächt waren“, erklärte Hodak. Ärgerlich seien aber die vergebenen Chancen gewesen.

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