„Mannis“ Kopfball kam zu spät

Die SGP Oberlohberg legte noch einmal alles nach vorne, stemmte sich gegen den drohenden Auswärtssieg des Bezirksliga-Achten TuRa 88 Duisburg. Trainer Andreas Matyjaszek hatte mit Manfred „Manni“ Wester eine weitere Offensivkraft für Dennis Gibis eingewechselt, der sogleich den Anschlusstreffer erzielte (85.). Der eingewechselte Christian Grevenbroich schlug in der Nachspielzeit noch eine Flanke in den Strafraum. Karsten Neumann erwischte den Ball perfekt, der eine gefährliche Flugbahn nach unten beschrieb – und TuRa-Keeper Stefanos Papachristos schnappte sich das klatschnasse Leder. Es blieb beim 1:2 (0:0). Weil „20 Minuten Siegeswillen nicht reichen“.

Andreas Matyjaszek hielt sich gar nicht erst mit dem Schiedsrichter auf. Dabei hätte der Übungsleiter allen Grund dazu gehabt, nachdem der Referee den Treffer von Fotios Papachristos zum 1:0 gegeben hatte (44.). Nach einer Flanke von Sascha Bereths gewann Papachritos hart an der Grenze des Zulässigen den Zweikampf mit Karsten Neumann und köpfte den Ball ins Tor. Die Führung war zu diesem Zeitpunkt durchaus gerecht. Die ersatzgeschwächte SGP zeigte trotz der Doppelspitze mit Tajib Dema und Oliver Simic kaum Angriffsbemühungen. TuRa indes hatte genug Räume, um sich zu entfalten. Oberlohbergs Keeper Marius Martha verhinderte in der 23. Minute gegen Hakan Karabel Schlimmeres. In der 35. Minute war es wieder Martha, der eine hochkarätige Chance des auffälligen Jacek Niemyjski vereitelte. Unmittelbar danach hatten die Hausherren die größte Chance. Doch Simics Schuss rutschte Zentimeter am Pfosten vorbei (36.).

Der Regen ließ in der zweiten Halbzeit etwas nach, genauso wie TuRas Sturm. Die Oberlohberger Kicker, denen nicht nur sechs Punkte zum rettenden Ufer, sondern am Sonntag auch Sascha Neuland und Andreas Otto schmerzlich fehlten, kamen besser ins Spiel. Simics Schussversuch in der 47. Minute wurde abgewehrt. Dessen zweiter Versuch in der 50. Minute fand seinen Weg ins Tor, allerdings pfiff der Unparteiische die Aktion zurück, weil Keeper Papachristos den Ball schon sicher gehabt hätte.

In der 64. Minute blockte Jonas Walter den Abschluss von Bereths. Als Niemyjski vor dem Strafraum ungehindert auf Fuhrmann passte, sprang keiner dazwischen (74.).

Westers Anschlusstreffer löste Oberlohbergs stärkste Phase aus, doch das Aufbäumen kam zu spät. „Nach dem 0:2 war das Spiel fast erledigt. Aber immerhin haben wir dann noch Moral bewiesen.“ Zu spät, wie „Schuppi“ kritisierte: „In einem Heimspiel reicht das nicht.“

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