„Löwen“ bestraften die Oberlohberger für ihre Fehler

Mit einem Sieg hätten sich die Fußballer der SGP Oberlohberg auf den vierten Rang in der Bezirksliga vorschieben können. Für einen Dreier zu Hause gegen die Reserve von Hamborn 07 hätte es sicher auch keiner Glanzleistung bedurft, doch weil die „Dörfler“ bei zwei Standards der Gäste schliefen und im Angriff einfach nicht zwingend genug auftraten, schlichen die Hausherren am Ende mit gesenkten Häuptern vom Platz. Für Co-Trainer Thorsten Kleine-Boes, der den verhinderten Andreas Matyjaszek an der Seitenlinie vertrat, war das 1:2 (1:1) zwar eine „unglückliche Niederlage, aber Hamborn hat einfach auch unsere dummen Fehler bestraft.“

Simic glich aus

In der Tat: Beide Gegentreffer wären leicht zu vermeiden gewesen. Beim 0:1 (12.) stand Torschütze Selahattin Güner nach einem 07-Freistoß völlig frei am langen Pfosten, beim 1:2 (67.) konnte Ilker Pala nach einem Eckstoß ebenso ungehindert einköpfen. Viel mehr Aktionen hatten die „Löwen“ nach vorne auch gar nicht, doch das reichte, weil nur Oliver Simic zum zwischenzeitlichen Ausgleich traf (25.). Nach einem Patzer in der Hamborner Abwehr stand der SGP-Torjäger goldrichtig und netzte dann auch eiskalt ein.

Nach dem 1:1 übernahm Oberlohberg zwar deutlich das Kommando, wirkte endlich auch präsenter und bissiger in den Zweikämpfen, aber wirklich gute Ideen blieben Mangelware. Die Spitzen weitestgehend in der Luft. „Bis zum Sechzehner war es okay“, urteilte Kleine-Boes hinterher.

Der Wille, die Partie nach dem erneuten Rückstand noch zu drehen, war den Oberlohbergern auch tatsächlich nicht abzusprechen, doch die Hausherren rieben sich zu oft in kleineren Scharmützeln mit ihren Gegenspielern oder Diskussionen mit dem Schiedsrichter und den Hamborner Fans auf.

Auf dem Feld sprangen nur noch ein Kopfball von Sascha Neuland (72.), der weit über das Tor ging, und ein Schlenzer des gerade eingewechselten Christian Lehm heraus (79.), den 07-Keeper Stefan Minz um den Pfosten lenkte. „Den hat er gut gehalten, das muss man dann auch mal zugeben“, erklärte Kleine-Boes hinterher.

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