Keller trifft für 09 in der Nachspielzeit

Eine überraschende Wendung nahm die Partie des SuS Dinslaken 09 gegen den SV Walsum in der Fußball-Kreisliga A. Nach einem 0:2-Rückstand startete die Mannschaft von Ingo Hermann eine beachtliche Aufholjagd und wurde belohnt. Mit 3:2 (0:1) gewannen die Dinslakener am Ende.

Der Walsumer Trainer Ingo Eden schien etwas geahnt zu haben, als er trotz klarer Führung über die Dinslakener Platzanlage schrie: „Ihr müsst sicherer stehen.“ Das gelang seiner Mannschaft in der Folge nicht, und umso größer war natürlich die Freude beim SuS: „Die Jungs haben nie aufgegeben, dass freut mich sehr“, erklärte Hermann nach dem Spiel.

Die ersten 45 Minuten der Partie gestalteten beide Mannschaften wenig spektakulär. Weder Dinslaken noch Walsum präsentierten sich von ihrer besten Seite, ganz im Gegenteil. Dennoch, die Gäste nutzten eine ihrer wenigen Chancen und sicherten sich durch den Treffer von Sascha Kleinresing (32.) immerhin die Halbzeitführung.

In der Kabine machte der Dinslakener Coach seinen Schützlingen aber eine klare Ansage, die zwar fruchtete, aber erst einmal nach hinten losging: „Ich habe der Mannschaft gesagt, dass sie mutiger spielen und etwas riskieren soll.“ Keine drei Minuten waren nach Wiederanpfiff vergangen, da erhöhte Walsum durch einem Kopfballtreffer von Valerie Tawue auf 2:0. Besonders auf die folgenden 40 Minuten war Hermann stolz: „Statt den Kopf in den Sand zu stecken, haben die Jungs noch einmal alles gegeben.“

Freistoßtor von Pantic

Das zahlte sich aus, schneller als vielleicht erwartet. Tobias Smietana traf kurz nach dem zweiten Gegentreffer zum Anschluss (49.) und brachte seine Mannschaft wieder auf Kurs. Es schien, als würde Dinslaken jetzt erst richtig loslegen: Die Angriffe der Gastgeber und somit auch die Torchancen nahmen erheblich zu. Walsum war nun deutlich verunsicherter, und das wusste der Gastgeber zu nutzen: Vier Minuten vor Schluss setzte Igor Pantic einen Freistoß perfekt platziert unter die Latte der Walsumer und traf zum Ausgleich. „Bei dem kommen solche Schüsse schon mal öfter vor“, erklärte Hermann lachend.

Die Aufholjagd war damit aber noch nicht beendet, obgleich die Erleichterung auf der Trainerbank schon groß war: „Ich muss zugeben, dass ich nicht gedacht habe, dass wir dann sogar noch gewinnen“, so Hermann. Umso schöner die Überraschung, als Karsten Keller in der Nachspielzeit einen „Kullerball“ ins gegnerische Tor manövrierte und zum Endstand traf. Zum Schluss resümierte Hermann zufrieden: „Heute hatten wir auch das Quäntchen Glück.“

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