Jakobs hat schon nach einem Jahr genug

Niklas Höffner (Mitte) sucht die Lücke in der Issumer Abwehr.
Niklas Höffner (Mitte) sucht die Lücke in der Issumer Abwehr.
Foto: FUNKE Foto Services
Dinslaken. Erfolgstrainer der Dinslakener Handball-Landesliga-Reserve moniert die Arbeitsbedingungen beim MTV und verlässt den Verein wieder. Vermeidbare 23:25-Schlappe gegen Issum.

Die Landesliga-Handballer des MTV Rheinwacht II haben in der jüngeren Vergangenheit viele richtig gute Spiele abgeliefert. Gegen den Tabellenvierten TV Issum hätte den Dinslakenern am Samstag in eigener Halle schon eine durchschnittliche Leistung gereicht, um das Feld als Sieger zu verlassen. Beim 23:25 (12:11) unterliefen den Hausherren im gesamten Spielverlauf aber einfach zu viele Fehler.

„Diese Niederlage war absolut unnötig. Wir sind selbst schuld“, sollten für MTV-Trainer Harald Jakobs auch die Referees nicht als Ausrede herhalten, die sich – gerade in der zweiten Hälfte – einige kuriose Pfiffe gegen die Gastgeber leisteten. In der Tat hätten die Dinslakener schon ängst alles klar machen müssen, ehe die Schiedsrichter ihren Beitrag zum Issumer Sieg lieferten. Rheinwacht führte schon mit 16:13 und 19:16, hatte, bei zu diesem Zeitpunkt guter Deckungsleistung, mehrfach die Möglichkeit, den Vorsprung weiter auszubauen. Schon in der ersten Hälfte hätte der MTV eigentlich schon vorentscheidend davon ziehen müssen, ließ aber einfach zu viele klare Chancen liegen. Vor allem in der Anfangsphase war Dinslaken das klar überlegene Team, schlug aber viel zu wenig Kapital aus der spielerischen Dominanz. Auch die sonst so treffsicheren Außen vergaben reihenweise Möglichkeiten. Beim 20:21 (49.) gelang Issum die erste Führung, danach rannte Dinslaken nur noch hinterher.

Harald Jakobs, der den Aufsteiger in sicheres Fahrwasser gebracht hat und großen Anteil an der spielerischen Entwicklung des Teams zu haben scheint, wird seinen Trainerposten nach nur einem Jahr wieder abgeben. „Es liegt definitiv nicht an den Jungs“, sagt Jakobs, der keinen Zweifel daran lässt, dass ihm die Arbeitsbedingungen, die ihm als Trainer der Dinslakener Reserve geboten werden, nicht zufriedenstellend sind. Vor allem die vereinsinterne Kommunikation mit Jugend und erster Mannschaft lasse sehr zu wünschen übrig. Nach mehreren Zwischenfällen hat Jakobs jedenfalls genug.

MTV II: Grah, Rosenberger; de Lede (6), Rosenbleck (1), Höffner (4), Schroeer (3), Hetzel (1), Loth (6), d’ Auria, Linus Jacobs, Jan-Lukas Jacobs.

Der bereits als Meister und Aufsteiger feststehende TV Jahn Hiesfeld II gab sich auch beim TV Borken keine Blöße und brachte einen letzlich ungefährdeten 35:31 (17:15)-Erfolg mit nach Hause. Nach schneller 12:5-Führung begann Trainer Werner Schwarzenberg, munter durchzuwechseln, wodurch erst einmal ein Bruch ins Spiel kam und der Borkener Gastgeber aufholen konnte. Die Führung gaben die „Veilchen“ aber nie mehr ab.

Jahn II: Kramp, Giesen; Holzmann (4), Berner (6), Bestier (10), Jakobs, Supper (6), Kaspers (3), Schwarzenberg (3), Maier, Röttger, Gangelhoff, Jurzik (3), Dudler.

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