Hiesfeld zaubert sich zum Titel

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Dinslaken. TV Jahn Hiesfeld gewinnt die Stadtmeisterschaft wegen des besseren Torverhältnisses gegenüber dem Gastegeber SGP Oberlohberg. VfB und RWS Lohberg enttäuschten.

Was das magische Dreieck in den 90er Jahren beim VfB Stuttgart in der Fußball-Bundesliga war, sahen die Besucher der Dinslakener Stadtmeisterschaften in der Hans-Efing-Halle in abgespeckter Form. Ein Trio des TV Jahn Hiesfeld waren die alles überragenden Kicker des Turniers: Nikola und Benjamin Koncic sowie Stephan Schneider. Kein Wunder, dass die „Veilchen“ am Ende auch den Pokal mit ins Mühlendorf nahmen.

Mit vier Siegen und einem Remis gegen die punktgleichen Gastgeber der SGP Oberlohberg sicherte sich die die leicht verbesserte Hiesfelder Reserve den Titel vor einer ordentlichen Kulisse. Das Oberliga-Team des TV Jahn bereitet sich derzeit in der Türkei auf die Rückserie vor.

Nach diesem Turnierverlauf hatte vor allem auch Schneider mächtig Spaß: „Solch ein Turnier zu gewinnen, ist immer toll. Die ungewohnte Position hat mir nichts ausgemacht. Das war für die Mannschaft so das Beste.“ Schneider zeigte sich zumeist für den Spielaufbau verantwortlich, während die Koncic-Zwillinge im Angriff wirbelten. Benjamin Koncic wurde mit zehn Treffern bester Torschütze des Turniers. „Das hat einfach alles super geklappt. Ich freue mich für die Jungs“, meinte Almir Duric, der das Team betreute. „Das ist hoch verdient. Wir haben stark gespielt und waren mit diesem Wahnsinnstrio im Angriff immer brandgefährlich.“

Fairness-Preis für Wacker Dinslaken

Die einzige Mannschaft, die dem TV Jahn Paroli bieten konnte, war also die SGP Oberlohberg. Dass es am Ende nicht mit dem ersten Stadtmeistertitel der Vereinsgeschichte klappte, ärgerte SGP-Coach Mahmut Tas. „Ich wollte den Titel so sehr. Wir haben auch super gespielt“, fand der Trainer: „Wacker Dinslaken war mir schon immer ein Dorn im Auge. Doch jetzt ist es noch schlimmer. Wie kann man sich im letzten Spiel nur so abschießen lassen?“ Wacker unterlag gegen die Hiesfelder mit 1:9, die durch den hohen Erfolg ein besseres Torverhältnis als die „Dörfler“ erreichten. Bei der Siegerehrung kam es für Tas noch dicker, als dem SC Wacker auch noch der Preis für die fairste Mannschaft überreicht wurde. Beim direkten Duell der beiden Spitzenteams gab es im hochklassigsten Duell ein 4:4.

Bei der SGP haben vor allem Enis Capri, Dennis Gibis, Sascha Neuland und Younes Fagrach spielerisch überzeugt und für sehr ansehnlichen „Budenzauber“ gesorgt. „Es war ein sehr gutes Turnier“, fand letztlich auch Mahmut Tas.

Kein Geschenk für Karakas

Die Kicker von RWS Lohberg machten ihrem Trainer Murat Karakas kein Geburtstagsgeschenk. Am Tag des 34. Geburtstags des Coaches kamen seine Jungs, die er im Vorfeld zu den Favoriten zählte, nur auf den fünften Platz. „Die Jungs hatten Spaß, auch wenn es für uns sehr enttäuschend verlaufen ist. Ich hatte mir mindestens den dritten Platz gewünscht.“

Deutlich besser als im letzten Jahr präsentierte sich der SC Wacker Dinslaken. Nach zuletzt null Punkten holte das Team aus der Feldmark sechs Zähler und kam auf den vierten Rang. Bemerkenswert zudem, dass mit Kamil Firganek ein Feldspieler das Tor hütete. Doch er zeigte gute Reflexe und war an fast allen Gegentreffern schuldlos.

Richtig enttäuscht hat hingegen der VfB Lohberg, der nicht nur das Turnier als Letzter abschloss, sondern gleichzeitig auch noch das Derby gegen RWS Lohberg mit 4:6 verlor. „Wir haben uns heute ganz schlecht präsentiert und sind nicht an unsere Leistungsgrenze gegangen. Daher bin ich sehr enttäuscht“, fand VfB-Übungsleiter Thomas Grefen. Bezeichnend: Ausgerechnet vor dem einzigen Sieg gegen den SuS 09 drohte Grefen am kommenden Sonntag vor dem Erich-Laskawi-Turnier ein Sondertraining an, sollten die „Knappen“ keinen Sieg erringen. „Dem sind die Jungs grad nochmal entkommen“, so Grefen weiter.

Zum Glück waren es alles relativ friedliche Spiele. Doch beim SuS 09 Dinslaken gab es dennoch einige Verletzungen. Yakop Hanna, Tobias Smietana und Maximilian Spitzer mussten mit leichten Verletzungen behandelt werden. „Wir sind zufrieden, sind zwei Plätze besser als im vergangenen Jahr“, freute sich SuS-Trainer Torsten Klump: „Man muss schon sagen dass Oberlohberg und gerade Hiesfeld bärenstark gespielt haben. Großen Respekt.“

Besonders freute sich Andreas Matyjaszek, sportlicher Leiter der SGP Oberlohberg, auf das Einlagespiel seiner eigens zusammengestellten Mannschaft gegen eine Auswahl der BSG Stadtwerke Dinslaken. Vor allem in Sachen Trikots ließ sich „Schuppi“ etwas Kreatives einfallen: Alle seine Spieler liefen mit der Nummer zehn auf. Seine Elf gewann das Einlagespiel mit 5:3 gegen eine deutlich jüngere Truppe der Stadtwerke.

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