Gutes Händchen bei den Doppeln

Deutsch-italienische Freundschaft auf dem Tennisplatz: Die Teams aus Dinslaken und Vittorio Veneto besuchen sich abwechselnd.
Deutsch-italienische Freundschaft auf dem Tennisplatz: Die Teams aus Dinslaken und Vittorio Veneto besuchen sich abwechselnd.
Foto: Funke Foto Services
  • Nach einer Niederlagenserie bricht das Dinslakener Team den Bann gegen die Tennis-Freunde aus Italien
  • Nach den Einzeln hieß es noch 5:5, die Doppel gingen dann mit 4:1 an die „Gruppo Italiano“
  • Im nächsten Jahr folgt das nächste Duell in Vittorio Veneto, der Heimat von Arli Pieruz

Dinslaken.  Der Vergleich lag auf der Hand. Wie die deutsche Fußball-Nationalmannschaft bei wichtigen Turnieren stets gegen die italienische Auswahl den Kürzeren gezogen hatte, so musste auch die „Gruppo Italiano“ des TC Rot-Weiss Dinslaken gegen ihre Freunde aus Vittorio Veneto in den letzten Jahren immer wieder die Überlegenheit des Kontrahenten anerkennen. Doch erst brach „La Mannschaft“ im EM-Viertelfinale den Bann, dann holten sich auch die Dinslakener Tennisspieler endlich wieder einen Sieg gegen Italien. Und dabei ging es fast so spannend zu wie bei einem Elfmeterschießen. Auf der heimischen Anlage an der Gneisenaustraße behielten die Rot-Weissen am Ende mit 9:6 die Oberhand und hielten damit das Rennen um den Wanderpokal auch nach dem 13. Aufeinandertreffen offen.

Remis nach den Einzeln

Nach den Einzeln, die allesamt in zwei Sätzen entschieden wurden, stand es noch 5:5-Unentschieden. Horst Lohbrandt brachte Dinslaken schnell in Führung, doch Willi Noll, Heinrich Neukäter und Manni Wandelt mussten ihren starken Gegnern gratulieren. Nachdem auch noch Martin Zeller verlor, sah es düster aus für die Gastgeber, doch Rainer Kammer und Arli Pieruz brachten Rot-Weiss mit klaren Siegen zurück. Rolf Marcinzik und Markus Giesen sorgten schließlich sogar für eine 5:4-Führung, die Sebastiano Fontanella nach hartem Kampf aber nicht ausbauen konnte.

So gab es reichlich Raum für Spekulationen und Planungen bei den Doppelaufstellungen. Nach einer gemeinsamen Stärkung am von den Spielerfrauen angebotenen Buffet, hatten die Dinslakener dabei offenbar das bessere Händchen. Zwar verloren Wandelt/Pieruz die erste Partie, aber danach gab es nur noch Erfolge zu feiern. Kammer/Lohbrand nutzten ihren dritten Matchball zum 11:9 im Entscheidungssatz. Deutlicher weniger eingeplant waren die Erfolge von Zeller/Fontanella und Walter van der Horst/Neukäter, die mit 10:8 im Match-Tiebreak die Oberhand behielten. Nur eine Minute zuvor hatten Giesen/Marcinzik den vorentscheidenden achten Punkt eingefahren.

Nach einem tollen gemeinsamen Grillabend im Rot-Weiss-Clubhaus, bei dem Rainer Kammer noch mit dem Tarcisio-Taffelo-Gedächtnispreis ausgezeichnet wurde, ging es bei Bier und vielen gemeinsamen Gesängen bis hin zu den jeweiligen Nationalhymnen bis tief in die Nacht – und mit der Gewissheit, sich im nächsten Jahr wieder in Vittorio Veneto zu sehen. Die Vorbereitungen bei Arli Pieruz, Walter van der Horst und Peter Kischkewitz laufen bereits wieder.

 
 

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