Glückauf drückt weiter aufs Tempo

Blaz Vukancic (links) brachte Glückauf Möllen in der 66. Minute in Führung.
Blaz Vukancic (links) brachte Glückauf Möllen in der 66. Minute in Führung.
Foto: WAZ FotoPool
Dinslaken. Blaz Vukancic’ Doppelpack entscheidet das sehenswerte Bezirksliga-Derby gegen die SGP Oberlohberg. Möllen bleibt Tabellenführer.

Selten hörten sich die Statements zweier rivalisierender Trainer so ähnlich an: Ein gutes, ein spannendes und hochklassiges Derby sei die Begegnung zwischen der SGP Oberlohberg und den jungen Wilden von Glückauf Möllen gewesen. Die Entscheidung brachte aus Sicht des Möllener Siegers ein Fehler der Gäste, oder aus der anderen Perspektive, schlicht und einfach der Führungstreffer. „Es war doch klar: Wer das 1:0 macht, wird das Spiel gewinnen“, konstatierte der geschlagene Co-Trainer Thorsten Kleine-Boes. Und den machte Möllens Mann der Stunde: Blaz Vukancic, aktuell im Bezirksliga-Frühling. Noch kurz vor Schluss schnürrte der Neuzugang seinen Doppelpack zum 2:0 (0:0)-Endstand.

Die ungewohnte Anstoßzeit am späten Sonntagnachmittag – ein Coup des Gastgebers, um mehr Leute anzuziehen – zahlte sich aus. Gut besucht war die Bezirkssportanlage an der Gärtnerstraße, eine gute Partie für das gute Geld bekamen die Zuschauer. Der SGP-Trainerstab hatte in der Woche versucht, das Team auf die schnellen und wendigen Offensivspieler des neuen und alten Tabellenführers einzustellen. „Wenn ich so eine junge Truppe hätte, würde ich sie auch nur nach vorne spielen lassen“, fand Kleine-Boes anerkennende Worte für den Nachbarn.

Becker rettete in letzter Not

Einen ersten Eindruck vermittelte Tobias Tönges, der nach seiner Einzelaktion in der 25. Minute nur knapp das Tor verfehlte. Sieben Minuten später fälschte Vukancic einen Schuss von Olcay Dikmen gefährlich ab. Noch näher dran am Führungstreffer war kurz darauf Tönges. Eingeleitet vom starken Kapitän Daniel Pietruszka tanzte der Möllener SGP-Schlussmann Alexander Rohde aus und scheiterte erst am aufmerksamen Innenverteidiger Markus Becker. Noch vor der Halbzeitpause verhinderte Rohde eigenhändig den Gegentreffer durch Dennis Slowinski, zum zwischenzeitlichen Ärger von Dirk Lotz: „Wir konnten nicht ganz an die Vorwoche anknüpfen. Zur Halbzeit hätten wir schon 2:0 führen müssen.“ Besser wäre es gewesen für die Gäste, denn nach dem Seitenwechsel befreiten sich die Hausherren, machten selbst das Spiel. Enis Capri, auf der linken Außenbahn aktiv, flankte auf Peter Mildenberger, der den Kopfball über die Latte schob (53.). Der eigentlich angeschlagene Ex-Möllener Sascha Neuland brachte nach einem beherzten Sololauf Dominik Schäfer in Verlegenheit (63.). Dass die Gäste dem Druck standhielten, lag vor allem an Matthias Moelleken, der in dieser Phase ganze Arbeit leistete. Das Ventil, das den Druck endgültig abließ, drehte Mehmet Rustemi auf: Seine Flanke auf Dennis Slowinski leitete den finalen Konter ein, Zwar hielt Rohde noch gegen Slowinski, aber Vukancic stand zum Nachschuss bereit (66.). Oberlohberg ließ sich nach der guten Anfangsphase in Hälfte zwei hängen, kassierte verdient das zweite Gegentor, wieder vorbereitet vom umsichtigen Slowinski, ein Kinderspiel für Vukancic, der das Leder nur noch einschieben brauchte (86.). Sich von dem Einbruch entmutigen lassen kommt für Kleine-Boes nicht in Frage: „Wir können darauf aufbauen, aber wir müssen auch einige Sachen ansprechen.“

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