Es blieb beim guten Vorsatz

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Dinslaken. Bei der 2:3 (0:2)-Niederlage gegen den noch abstiegsbedrohten FC Vatangücü Mülheim zeigte die SGP Oberlohberg eine erschreckend schwache Leistung.

Wenn die SGP Oberlohberg ihre Heimspiele in der Fußball-Bezirksliga austrägt, geht es meist doch eher beschaulich zu. An guten Tagen kommen vielleicht 50 Zuschauer, ein bisschen voller wird’s allenfalls, wenn der Kontrahent mal ein paar Fans mehr als üblich mitbringt. Auch die letzte Begegnung der aktuellen Spielzeit an der Gärtnerstraße bildete da keine Ausnahme, doch die Gastgeber hatten sich zumindest vorgenommen, die Treuesten der Treuen nicht zu enttäuschen. Es blieb beim guten Vorsatz. Bei der 2:3 (0:2)-Niederlage gegen den noch abstiegsbedrohten FC Vatangücü Mülheim zeigten die „Dörfler“ eine erschreckend schwache Leistung.

Und damit enttäuschten die Hausherren nicht nur ihre wenigen Anhänger, sondern vor allem Co-Trainer Thorsten Kleine-Boes: „Das ist schon traurig. Ich weiß nicht, was mit der Truppe los ist. Es ist mir wirklich unerklärlich, wie man sich gegen einen so schwachen Gegner so schwach präsentieren kann. Wir hätten doch nur den Ball laufen lassen müssen“, war der Assistent von Andreas Matyjaszek, der derzeit das Kommando führt, geknickt. Kleine-Boes ließ dabei auch nicht als Ausrede gelten, dass den Oberlohbergern zahlreiche Akteure fehlten, verwies darauf, dass immer noch genügend gestandene Bezirksliga-Spieler auf dem Rasen gestanden hätten.

Nach einem Patzer von Reservekeeper Peter Klimossek gingen die Mülheimer durch Blerim Hysenlekaj schon in der ersten Minute in Führung. Die SGP agierte viel zu statisch, verzettelte sich immer wieder in Einzelaktionen und leistete sich zahlreiche Schnitzer. Einer davon führte schließlich zum 0:2 (42.). Der kleine Ahmet Aksoy hätte niemals so frei zum Kopfball kommen dürfen.

Das 0:3 folgte gleich nach dem Wechsel. Oberlohberg gab den Ball vor dem eigenen Strafraum leichtfertig ab, Fatih Güc bedankte sich im Nachschuss (47.).

Vatangücü offenbarte bei den warmen Temperaturen zwar sehr schnell konditionelle Defizite, aber die Gastgeber schafften es nicht, die völlig ermüdeten Mülheimer auszuspielen. Nach Georg Hannas 1:3 (70.) keimte noch einmal Hoffnung auf, das Engagement war nun sichtlich größer, aber der kühle Kopf fehlte beim Versuch einer Aufholjagd. Mehr als der Anschlusstreffer von Said Jungverdorben (88.) war nicht mehr drin. „Wenn wir so nächste Woche in Repelen auftreten, dann aber Halleluja“, fürchtet Kleine-Boes beim Tabellenzweiten eine Klatsche. Um die zu verhindern, soll unter der Woche noch einmal ordentlich trainiert werden.

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