Drotbooms schwerste Aufgabe: „Die Jungs herunterholen“

Einsatz fraglich: SGP-Kicker Enis Capri (l.) überragte im Hinspiel.
Einsatz fraglich: SGP-Kicker Enis Capri (l.) überragte im Hinspiel.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Dinslaken. Die Euphorie nach der Viktoria-Demontage ist riesig, die Abstiegsgefahr aber nicht gebannt.

Wie jeden Montag traf Thomas Drotboom zur Besprechung an der Rahmstraße ein. Eine Welle der Euphorie schlug dem GA-Trainer entgegen, nachdem Möllen dem Bezirksliga-Zweiten Viktoria Buchholz mit einem 4:1 seine erste Niederlage beigebracht hatte. Die Abstiegsgefahr ist deswegen keineswegs gebannt, zwei Punkte trennen GA von der Gefahrenzone. Deshalb gilt für Drotboom am Sonntag (15 Uhr) gegen die Gäste der Spvgg. Meiderich 06/95 nur eins: „Wir müssen jetzt direkt nachlegen.“

Drotboom: „Meine schwerste Aufgabe ist es im Moment, die Jungs herunterzuholen.“ Das eigentlich harte Programm der letzten Wochen überstand Möllen überraschend gut. Würde seine Elf jetzt Sonntag „einen Dreier setzen, dann können wir mit breiter Brust zu Concordia Oberhausen fahren.“ Der Klassenerhalt rücke dann wirklich näher. Gegen die schwankenden Meidericher, die vier Zähler mehr als Glückauf haben, wird Drotboom aus dem Vollen schöpfen können. Mit einem Sieg könnte GA die nächste Serie brechen: Noch nie haben die Möllener auf der eigenen Anlage gegen Meiderich gewonnen.

An das Hinspiel werden die Oberlohberger sich noch gut erinnern: Bei Sonnenschein schossen die SGP-Kicker die abstiegsbedrohte DJK Arminia Lirich mit 7:1 ab, Enis Capri war an sechs Toren beteiligten. Damals fehlte genauso wie am Sonntag Kapitän Younes Fagrach. „Die Zeiten ändern sich“, ist für Andreas Matyjaszek die Partie trotzdem völlig offen.

Denn neben Fagrach muss „Schuppi“ auch auf Sascha Neuland verzichten, der ebenso am Sonntag arbeiten muss. Talha Canim muss seine Gelb-Sperre absitzen. Auch der Einsatz von Hinspiel-Held Capri ist aus beruflichen Gründen nicht sicher. Auch wenn wichtige Spieler fehlen, muss Matyjaszeks Elf in Oberhausen drei Punkte holen. „wir müssen unsere Leistung abrufen, auch wenn wir umbauen müssen“, sagt der Übungsleiter, den die Chancenverwertung in Mülheim (2:0) nicht schmeckte. „Wir schießen die Tore nicht, aber die brauchen wir.“

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