Der VfB nimmt auch die Hürde Wacker

Lohbergs Kapitän Tim Bruß holte den Strafstoß zur Führung heraus.
Lohbergs Kapitän Tim Bruß holte den Strafstoß zur Führung heraus.
Foto: Heiko Kempken / FUNKE Foto Servi
Dinslaken. Lohberger A-Liga-Spitzenreiter siegt mit 4:0 bei einem engagiert auftretenden Nachbarn.

Der große Jubel blieb aus. „Die Jungs wissen, dass es das noch nicht war und dass wir am Sonntag die nächste Aufgabe vor der Brust haben. Alle sind total fokussiert“, erklärte Trainer Thomas Grefen. Ein bisschen freuen durften sich die A-Liga-Fußballer des VfB Lohberg gestern aber schon, denn der Spitzenreiter nahm mit dem 4:0 (2:0)-Sieg beim Nachbarn SC Wacker Dinslaken eine weitere Hürde auf dem Weg zum Aufstieg. Trotz des am Ende deutliche Resultats machte es der Gastgeber den „Knappen“ vor rund 300 Zuschauern in der Feldmark aber keineswegs leicht.

Vor allem in der Anfangsphase setzte die Mannschaft des neuen Trainers Dominic Herzog den Favoriten ein ums andere Mal richtig unter Druck. „Wir hatten da wirklich ein paar Probleme, weil wir läuferisch und kämpferisch überhaupt nicht da waren“, befand Grefen, der selbst wieder im Tor ran musste.

Von dort aus sah der VfB-Coach dann, wie sein Spieler Tim Bruß im gegnerischen Strafraum gelegt wurde und Manuel Viltuznik den fälligen Strafstoß zur – zum diesen Zeitpunkt noch nicht wirklich verdienten – Führung der Gäste verwandelte.

Obwohl Wacker weiter druckvoll agierte, kam Lohberg nun besser ins Spiel. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld schaltete der VfB schnell um und Viltuznik erzielte seinen zweiten Treffer (35.). Gelaufen war die Begegnung damit aber noch lange nicht. Die Hausherren erspielten sich noch einige Chancen, schafften den Anschluss aber nicht.

Die Lohberger lauerten auf Konter und machten schließlich den Sack zu. Das 0:3 von Pierre Grzeskowiak war schon die Entscheidung (76.). Das schönste Tor des Tages sollte aber noch folgen. Ein wunderschön vorgetragener Angriff über Danny Knezevic und Said Jungverdorben wurde schließlich vom in der Schlussphase eingewechselten Muhammed Ayaz erfolgreich abgeschlossen.

Durch den Erfolg im Nachholspiel hat der VfB nun bereits neun Zähler Vorsprung auf den ersten Verfolger TV Voerde. Die Wackeraner bleiben Elfter, verpassten aber die Chance, sich noch weiter von den Abstiegsrängen zu entfernen. Die gestrige Leistung macht dennoch Mut, dass die Feldmärker am Ende den Klassenerhalt schaffen.

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