Der Bischof von Hiesfeld

Sieht anstrengender aus, als es letztlich war. Finn Bischof hatte bei den Bezirksmeisterschaften alles im Griff.
Sieht anstrengender aus, als es letztlich war. Finn Bischof hatte bei den Bezirksmeisterschaften alles im Griff.
Foto: WAZ Fotopool
Dinslaken. U 12-Talent der DTG Blau-Weiß gewinnt die Tennis-Bezirksmeisterschaften an der Dorfstraße ganz souverän. Nils Watenphul verliert im Finale, Moritz Borges im Halbfinale.

Die Kopfbedeckung passte. Im Finale der Tennis-Bezirksmeisterschaften trug Finn Bischof eine Mütze mit dem Stier-Logo, das ein großer Sportartikelhersteller für seinen Vorzeigesportler Rafael Nadal entworfen hatte. Ähnlich souverän wie sich der Spanier jüngst einmal mehr den Titel bei den French Open geholt hatte, sicherte sich der Dinslakener in der Endrunde der Altersklasse U12 den Titel auf der Anlage des TV Jahn Hiesfeld. Kein einziges Spiel gab der Elfjährige auf dem Weg ins Endspiel ab, wo er dann auch Miguel Balters aus Flüren beim 6:2, 6:2 keine Chance ließ.

Der Jubel hielt sich angesichts des nie gefährdeten Erfolges in Grenzen, doch unter dem hellblauen Cap machte sich beim anschließenden Blickkontakt mit Trainer Thomas Lönegren von der DTG Blau-Weiß zumindest ein verschmitztes Grinsen breit. „Ich bin sehr zufrieden mit dem Turnier, und Bezirksmeister wird man ja auch nicht alle Tage“, erklärte der Schüler des Theodor-Heuss-Gymnasiums anschließend. Zum bereits sechsten Mal traf Finn am Samstag an der Dorfstraße auf seinen Finalgegner, zum sechsten Mal behielt er deutlich die Oberhand. Nur Anfang des zweiten Satzes erlaubte sich der Blau-Weiße eine kleine „Auszeit“, die sein Weseler Kontrahent prompt zu einer 2:0-Führung nutze. Doch dann gab der Dinslakener, auf den in den nächsten Wochen auch noch das große Jugendturnier in Detmold wartet, wieder Gas und machte den Sack zu.

Für Nils war sogar noch mehr drin

Nur Sekunden nachdem Finn Bischof den Matchball verwandelt hatte, ging auch die Partie auf dem Nebenplatz zu Ende. Im Endspiel der männlichen U16 musste sich Nils Watenphul vom TC Rot-Weiß Dinslaken dem Bocholter Thale Schmitz mit 3:6, 4:6 geschlagen geben. Für den Verlierer war die Bezirksmeisterschaft trotzdem ein großer Erfolg. Nicht zuletzt wegen des 6:3, 6:4-Halbfinalsieges gegen den an Position zwei gesetzten Tom Beuler aus Kahlenberg. Auch im Endspiel, das enger verlief, als es das Ergebnis aussagte, hatte der Dinslakener durchaus seine Chancen, machte in den entscheidenden Phasen aber einfach mehr Fehler.

Moritz Borges von der DTG Blau-Weiß schied im Halbfinale der männlichen U 14 gegen Max Mühlemeyer unglücklich mit 3:6, 6:2, 7:10 aus. Nach einigen gesundheitlichen Problemen konnte der Dinslakener zuletzt aber auch nur sehr wenig trainieren, ging quasi ohne Vorbereitung ins Turnier.

Großer Kampf im Halbfinale

Mit U 10-Spieler Felix Lucht von der SV 08/29 Friedrichsfeld verpasste ein weiterer Lokalmatador den Finaltag ganz knapp. Gegen den Favoriten Patrick Graf vom TC Babcock unterlag der Friedrichsfelder nach großem Kampf mit 5:7, 4:6.

Für Bezirksjugendwart Dietmar Voss, gleichzeitig Tennis-Abteilungsleiter in Hiesfeld, war die Endrunde nicht nur wegen des guten Abschneidens der hiesigen Teilnehmer ein Erfolg. „Wir haben insgesamt sehr gute und faire Spiele gesehen und alles gut über die Bühne gebracht“, erklärte Voss, der an allen sechs Turniertagen auch mit dem Wettergott im Bunde schien. Geradezu bezeichnend, dass der Regen genau dann einsetzte, als die allerletzten Bälle der Finals gespielt waren.

Die Endspiele

Die weiteren Endspielresultate, Mädchen: U 10: Charlotta Buß (TuB Bocholt) – Mariana Dragas (RW Raffelberg) 4:6, 6:3, 10:7; U 12: Lena Kuhlkamp (Buschhausener TC) – Katrin Kurzweil (SV Haldern) 6:1, 6:3; U 14: Antonia Balzert (MTV Kahlenberg) – Lara Wensing (BW Flüren) 7:5, 6:4; U 16: Stefanie Mehlich (Buschhausener TC) – Katja Dijanezevic (Eintracht Duisburg) 6:3, 2:6, 10:5. Jungen, U 10: David Loccisano (TC Grunewald) – Patrick Graf (TC Babcock) 5:7, 6:2, 10:6; U 14: Tobias Sperling (DSC Preußen) – Max Mühlemeyer (TC Grunewald) 6:2, 6:4.

 
 

EURE FAVORITEN