Chancenverwertung brach SGP das Genick

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Der Tabellendreizehnte SGP Oberlohberg verlor auf heimischer Anlage mit 1:3 (1:1) gegen den Tabellenzwölften und rutschte so einen weiteren Platz tiefer in den Keller der Fußball-Bezirksliga.

Dinslaken..  Die Ruhe zu bewahren, das fiel Andreas Matyjaszek an der Seitenlinie sichtlich schwer. Nicht selten hörten die Zuschauer den Trainer der SGP Oberlohberg lautstark rufen: „Da war wieder das Ding, das kann doch nicht wahr sein.“ Kein Wunder, hatten doch seine Schützlinge zunächst alle Chancen auf ihrer Seite gegen den direkten Konkurrenten Arminia Klosterhardt II. Doch das Kellerduell entschieden die Gäste aus Oberhausen schließlich doch für sich. Der Tabellendreizehnte SGP Oberlohberg verlor auf heimischer Anlage mit 1:3 (1:1) gegen den Tabellenzwölften und rutschte so einen weiteren Platz tiefer in den Keller der Fußball-Bezirksliga.

„Wir haben uns heute selbst bestraft“, sagte Matyjaszek enttäuscht, „von acht dreihundertprozentigen Chancen haben wir nur eine genutzt, unser Gegner hat aus vier Chancen drei Tore gemacht“. Zudem fügte der SGP-Coach hinzu: „Die Chancenverwertung hat uns das Genick gebrochen, da ist bei uns einfach der Wurm drin.“

Vielversprechend gingen die Gäste durch einen Treffer von Enis Capri in der 17. Minute in Führung. Die Möglichkeiten, ihren Vorsprung auszubauen, nutzten die Hausherren nicht. Die Arminia erhöhte den Druck und so fiel nur kurze Zeit später der Ausgleichstreffer (28.).

„Zu Beginn der zweiten Halbzeit haben wir einfach kein Glück gehabt“, so Matyjaszek, „vor allem Enis, der immer ganz gute Dinger rein macht“. Torgarant Enis Capri verpasste es, zum 2:1 einzunetzen, so kassierten die Oberlohberger im Gegenzug einen Schuss aus der zweiten Reihe (56.) und gerieten in Rückstand. Es folgten gescheiterte Versuche von Oliver Simic, Younes Fagrach und Enis Capri, sich gegen DJK-Keeper David Schneider durchzusetzen. Insbesondere Simic und Capri scheiterten im Eins-gegen-Eins-Duell mit dem Oberhausener Torhüter.

„Solche Dinger knallt man einfach rein“, ärgerte sich SGP-Trainer Andreas Matyjaszek, „aber so ist das im Fußball, machst du selbst vorne keine Tore, bekommst du sie dann hinten rein“. Und so bekam Oberlohbergs Torhüter Marius Martha kurz vor dem Abpfiff von Arminias Delowan Nawzad das „dritte Ding“ reingelegt (87.).

Das 2:3 lag den Oberlohbergern auf dem Fuß, konnte aber nicht ins Gehäuse der Gäste befördert werden. „Jetzt müssen wir gucken, dass wir unsere Punkte woanders her bekommen“, sagte Matyjaszek, „dass wir jetzt gegen einen unserer direkten Konkurrenten verloren haben, spielt keine Rolle. Für uns zählen nur die Punkte.“

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