Biker sucht Frau

Wer stößt zum Team dazu? Peer Hüsken (r.) und Sponsor Volker Wüster suchen diegeeignete Kandidatin für das 24-Stunden-Rennen in Duisburg.
Wer stößt zum Team dazu? Peer Hüsken (r.) und Sponsor Volker Wüster suchen diegeeignete Kandidatin für das 24-Stunden-Rennen in Duisburg.
Foto: WNM
Dinslaken. Der Dinslakener Mountainbiker Peer Hüsken will beim 24-Stunden-Rennen in Duisburg im Mixed starten, hat aber noch keine Partnerin. Bis zum 28. Februar können sich Kandidatinnen bewerben. Die NRZ begleitet das Projekt.

Der dritte Platz, den Peer Hüsken im Sommer dieses Jahres als Einzelstarter bei den 24 Stunden von Duisburg belegte, kam für den Hiesfelder Mountainbiker zwar etwas überraschend, war am Ende aber doch nur ein weiterer Höhepunkt einer langen Erfolgsgeschichte, die den Fahrer des „Team Wüster Radladen“ aus Voerde mit der immer populärer werdenden Veranstaltung im Landschaftspark Nord verbindet. Die hatte bereits 2004 mit Platz drei im Vierer-Team begonnen. Es folgten ein Sieg 2006 im Zweier und zwei Jahre später der zweite Platz im Achter-Team seines Sponsors. Was sollte jetzt noch kommen? „Vielleicht starte ich ja nächstes Jahr im Zweier-Mixed“, flachste Hüsken gleich nach dem vierten Sprung auf das Treppchen. Doch aus Spaß wurde Ernst. Der flapsige Spruch hat sich zur fixen Idee entwickelt. Nun hat der Dinslakener zwar drei Damen zu Hause (Frau, zwei Töchter), aber die können in diesem Fall nicht helfen. Deshalb sucht Hüsken jetzt in Zusammenarbeit mit der NRZ eine Bikerin, die mit ihm gemeinsam einen weiteren Angriff auf das Podium starten will.

Das Anforderungsprofil

„Sie sollte am 3. und 4. August Zeit haben und nicht besser sein als der männliche Partner“, sagt Hüsken nicht ganz ernst. Voraussetzung ist auf jeden Fall ein eigenes Bike. MTB-Wettkampferfahrung, vielleicht sogar bei 24-Stunden-Rennen, wären natürlich von Vorteil, sind aber kein Muss. Die Strecke in Duisburg ist erfahrungsgemäß technisch nicht sehr anspruchsvoll, so dass auch Triathletinnen oder Rennradfans zurecht kommen dürften. Als erfahrener Teilnehmer weiß Hüsken, worauf es neben der körperlichen Fitness besonders ankommen wird: „Man muss für 24 Stunden enorm fokussiert sein und in der Lage sein, sein Pensum stur runterzuspulen, auch nachts. Im Zweierteam zu fahren sei eigentlich ein „verkapptes Einzelrennen“, weil man seinen Partner nur bei der Stabübergabe sehe und sonst auf sich allein gestellt sei.

Die Vorzüge

Das Startgeld haben Teamchef Volker Wüster und Hüsken bereits bezahlt. Die Teilnahme ist also umsonst. Dazu steht ein exklusiver Platz im Wüster-Fahrerlager in unmittelbarer Nähe zur Wechselzone zur Verfügung. Dinslakens schnellste Mountainbikerin Dorothee Schmelt, 2012 unter anderem Zweitplatzierte beim renommierten Etappenrennen Transzollernalb, wird das Projekt begleiten und auch im Vorfeld mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Die Planung

Ende der Bewerbungsfrist ist der 28. Februar 2013. Ein erstes Treffen von Hüsken mit den möglichen Kandidatinnen ist für den 10. März anberaumt. Dann richtet der RSC Dinslaken nämlich sein Country-Touren-Fahren aus. Weitere Treffen und Sichtungen könnten zum Beispiel beim NRW-Cup in Solingen oder Haltern erfolgen, sind aber kein Zwang und könnten an den Möglichkeiten und Wünschen der Kandidatin bzw. der Kandidatinnen ausgerichtet werden. Grundsätzlich kann und muss die Fahrerin ihre Vorbereitung auf das Event individuell ausrichten.

Das Ziel

Hüsken würde gerne erneut aufs Podium steigen. Der 45-Jährige, der bereits 1989 mit dem Mountainbikesport angefangen hat, weiß aber auch genau, dass der Erfolg, gerade bei einem 24-Stunden-Rennen, von vielen Faktoren abhängen kann – nicht zuletzt von den anderen Teilnehmern. „Das Niveau ist in den letzten Jahren auch in der Kategorie Zweier-Mixed gestiegen. Man muss halt sehen, wer kommt“, sagt der Dinslakener, der sich gemessen an den Ergebnissen 2012 aber durchaus Chancen auf eine vordere Platzierung ausrechnen würde. Das Siegerduo schaffte da nämlich 69 Runden, Hüsken fuhr alleine 60.

Die Bewerbung

Formlose Bewerbungen mit kurzer Information zum bisherigen sportlichen Werdegang bitte spätestens bis zum 28. Februar 2013 per E-Mail an die NRZ (sport.dinslaken@nrz.de). Weitere Infos zum Projekt auch unter 02064-620527.

 
 

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