Bahnrekordlerin kann auch den langen Weg

Nur eine Woche nach dem ersten Renntag im November wurden erneut die Pforten auf der Trabrennbahn in Dinslaken geöffnet. Mit einem recht schmal besetzten Acht-Rennen-Programm wurde das Monatsmeeting beschlossen. Der Renntag wurde „geadelt“ durch das Auftreten der Bahnrekordlerin Brenda Charisma, die ihren großen Anhang dann auch nicht enttäuschte.

Aus zweiter Reihe fand Brenda Charisma nicht gerade ideale Bedingungen vor, außerdem ging es über den langen Weg. Doch auch damit kam die wie stets von Jeffrey Mieras gesteuerte Stute bestens zurecht und enttäuschte als 19:10-Siegerin ihre Fans nicht. Allerdings mussten diese eine Runde vor Schluss sicher tief durchatmen, denn nach einem Rennen außen mit Deckung hatte sich Mieras aus derselben gewagt und die Stute zu einer letztlich überfallartigen Attacke auf die Spitze beordert, was dann aber nicht von Erfolg gekrönt war, da Dasmijn Medo sich nicht verdrängen ließ. Trotz dieser unzweifelhaft nicht eingeplanten Zusatzkür in der Todesspur war Brenda Charisma im Einlauf klar am stärksten und löste sich letztlich zu einem souveränen Sieg in hervorragenden 1:17,7 gegen Goodspeed, Dasmijn Medo und Elliott River – so auch die Reihenfolge für die Viererwette, die gerade einmal 808:10 zahlte.

Eine Kostprobe seines fahrerischen Könnens lieferte Fred Handelaar im zweiten Viererwettrennen des Abends ab. Mit dem 19:10-Favoriten Fast Track übernahm er umgehend das Kommando, dosierte das Tempo passend und fuhr dann im 2016-Endspurt-Rennen ein Finish für das Lehrbuch: Sparsam, aber effektiv und erfolgreich waren seine Hilfen für den sogar scheinbar kurz wackelnden Hengst. Am Ende war er knapp vorn gegen Vi Ka Gardenia, Dream of Paradise und Logoped, was in der Viererwette 3.366:10 zahlte.

Ein Sechs-Pferde-Rennen über den kurzen Weg sicherte sich Simon Woudstra mit einer gewissen Dreistigkeit, dem Ende gegenüber verließ die führende Petit Coeur die Innenkante, woraufhin Woudstra mit Cary’s little Diva kurzerhand in die Lücke spritzte und sich so das Kommando sicherte. Das war ein doppelter „Zauberzug“, denn Petit Coeur war dann außen nicht stark genug, um Cary’s little Diva im Einlauf zu kippen, aber noch stark genug, um den innen mit allen Reserven festsitzenden Spy Lord so lange festzuhalten, bis dieser zu spät auf freie Bahn kommend der Siegerin nicht mehr gefährlich werden konnte.

War der Diva damit der zweite Sieg ihrer Laufbahn gelungen und für 77:10 bereits die „Sensation“ des Tages, so glückte – ebenfalls in einem Minifeld – Lord Timber bereits der fünfte Karrieretreffer, wobei er eine fast eineinhalbjährige Durststrecke der Sieglosigkeit beendete. Björn Spangenberg fuhr nach einer Runde aus dritter Position nach vorn und verteidigte einen Vorteil bis ins Ziel gegen Contento Toscana.

Den 11. Wertungslauf zum DINTRAB-Cup der Neutor-Galerie machten die zunächst führende Julia Knoch mit Sweet little Heart und Sina Baruffulo mit Yiosco unter sich aus. Sie diktierten vorn eine gemäßigte Fahrt und ließen sich auch durch die Schlussattacke von Ursula Neumeyer mit Felinas Boy nicht von der Siegesstraße abbringen.

Mit dem allseits erwarteten Treffer von Dreamsaremyreality endete das Programm am Montag. Robbin Bot übernahm nach einer knappen Runde die Führung mit der 16:10-Favoritin, ließ dann nichts mehr anbrennen und brachte den vierten Dintrab-Sieg der Stute unter Dach und Fach, die damit sogar noch den Titel „Pferd des Jahres 2016“ erringen kann. Damit schloss sich aber zunächst der Reigen der generell doch erwarteten Sieger-Pferde.

 
 

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