Ausgerechnet Lukas Krawczyk

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Dinslaken. Oberlohberger Verteidiger traf gegen Friedrichsfeld erst ins eigene Tor und dann kurz vor Schluss zum 2:2. 08/29 bringt 2:0 erneut nicht über die Zeit.

Mark Lanfermann beorderte fast alle seine Bezirksliga-Kicker zur letzten Ecke in den gegnerischen Strafraum. „Scheiß Punkt“, fluchte der Trainer der SV 08/29 Friedrichsfeld, „der bringt doch nichts.“ Kurz darauf musste sich Lanfermann aber mit dem Remis abfinden. Der Kopfball von Stefan Kühn ging über das Tor der gastgebenden SGP Oberlohberg, der Schiedsrichter pfiff Sekunden danach ab. Während die Hausherren das 2:2 (0:2) wie einen Sieg feierten, ließen die „Vereinigten“ die Köpfe hängen. Wie schon im Hinspiel, das sogar noch 2:3 verloren ging, hatte eine 2:0-Führung nicht gereicht. Den Aufstieg können die Friedrichsfelder nun wohl endgültig abhaken.

Gerechte Punkteteilung

Auch für die SGPO ist das Unentschieden im Kampf um die Meisterschaft eigentlich zu wenig, doch die Punkteteilung war am Ende ein gerechtes Ergebnis auf der tiefen und schlecht zu bespielenden Asche an der Gärtnerstraße. Da waren sich auch die beiden Übungsleiter einig. „Vor der Pause haben wir nicht das umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten, keinen Druck ausgeübt. Das hat Friedrichsfeld bestraft. Nach der Pause haben wir aber Moral gezeigt und klasse gespielt“, lobte Oberlohbergs Verantwortlicher Andreas Matyjaszek. Sein Gegenüber sah ebenfalls zwei verschiedene Hälften seiner Mannschaft: „Das hat sich abgezeichnet, weil wir in der zweiten Halbzeit für zu wenig Entlastung gesorgt haben und uns dann auch noch blöd bei den Gegentoren angestellt haben“, ärgerte sich Lanfermann.

Der erste gute Friedrichsfelder Angriff war direkt erfolgreich. Nach einer Hereingabe von Dennis Mielke wollte Lukas Krawczyk in höchster Not vor Daniel Hinnemann klären und beförderte den Ball ins eigene Netz (12.). Mit einem Schuss von Enis Capri an den Außenpfosten (29.) setzte der Gastgeber ein erstes Ausrufezeichen, doch fast im Gegenzug war 08/29-Stürmer Thomas Giesen nach einer Ecke zur Stelle und erhöhte auf 0:2 (31.).

Die SGP sammelte sich noch einmal in der Kabine und begann die zweite Hälfte wesentlich druckvoller. Den Gästen boten sich zwar große Räume, die Konter wurden aber allesamt nicht gut ausgespielt. Nach dem Anschluss durch Oliver Simic (60.) erhöhte Oberlohberg noch einmal den Druck und wurde kurz vor dem Ende für das große Engagement belohnt. Ausgerechnet Eigentorschütze Lukas Krawczyk beförderte den Ball über die Linie (88.). Pech allerdings für Friedrichsfeld, dass der feine Schuss des eingewechselten Cihan Olcay eine Minute zuvor nur ganz knapp am Tor von SGP-Keeper Alexander Rohde vorbeigestrichen war.

SGPO: Rohde; Otto, Becker, Krawczyk, Gibis (74. Civana), Tomus, Simic (74. Lehm), Klejonkin, Kandziora (65. Yildirim), Capri, Neuland.

08/29: De Groodt; Claßen, Weinkath (90. Schendel), Kühn, Gnielka, Weinand, Weigl, Mielke, Mühleweg (59. Pfeiffer), Giesen (78. Olcay), Hinnemann.

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