Allüren sind für Emma Laine ein Fremdwort

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Dinslaken. Finnischer Neuzugang fühlt sich richtig wohl bei den Regionalliga-Damen der Dinslakener TG Blau-Weiß. Die Linkshänderin sammelt in Deutschland Matchpraxis auf Sand.

Sie mag sich schon bei den Grand Slams mit Stars wie Venus Williams gemessen, internationale Turniere in Einzel und Doppel gewonnen und in der Weltrangliste zu den Top 50 gehört haben, doch Allüren jeglicher Art sind für die ansonsten recht sprachbegabte Emma Laine ein Fremdwort. In den Reihen der Regionalliga-Damen der Dinslakener TG Blau-Weiß fällt die Finnin allenfalls durch ihr Tennis auf. „Ich mag es einfach, in einer Mannschaft zu spielen“, sagt die neue Nummer eins des Aufsteigers. Und wer die 26-Jährige scherzend und lachend im Kreise ihrer Teamkameradinnen oder bei den gemeinsamen Doppeln sieht, der kann das gar nicht für eine Floskel halten.

Die DTG-Damen freuen sich natürlich über ihre sympathische Verstärkung. Und Emma Laine ist froh, bei den Blau-Weißen gelandet zu sein: „Die Mädels haben mich super aufgenommen. Ich habe mich sofort zu Hause gefühlt. Dass unser Coach ein Finne ist, hat es mir natürlich zusätzlich leicht gemacht“, erzählt die 1,64 Meter große Linkshänderin. Blau-Weiß-Trainer Thomas Lönegren hatte seine Landsfrau über seine Beziehungen in die Heimat für die DTG gewinnen können.

Nachdem Laine beim 5:4-Auftaktsieg in Hamm noch im Einzel der Spanierin Maite Gabarrus ganz knapp unterlegen war, ließ sie am Sonntag in Moers, wo die Blau-Weißen ebenfalls mit 5:4 gewannen, gegen die Belgierin Helene Meulemann nie Zweifel am Sieg (6:1, 6:1) aufkommen. „Ich muss und werde mich aber noch weiter verbessern“, kündigt die in Schweden geborene Finnin, die bei ihren Aufenthalten am Niederrhein bei Mitspielerin Michaela Rütten unterkommt, an. Lange Zeit hatte Laine, die 2004 Profi wurde und 2006 ihr erfolgreichstes Jahr hatte, mit Verletzungen und gesundheitlichen Problemen zu kämpfen, ist daher in der Weltrangliste weit abgerutscht und will nun, da der Körper wieder mitzumachen scheint, erneut nach oben.

Ein langer und beschwerlicher Weg, auf dem sie auch die Regionalliga-Auftritte mit der DTG einen Schritt voran bringen sollen. Die Asche ist zwar nicht Laines Lieblingsuntergrund – sie bevorzugt schnellere Böden – aber dass sie eben auch auf Sand zurecht kommt, ist natürlich unerlässlich: „In Finnland sind die Sandplätze noch gar nicht offen, oder zumindest noch in keinem guten Zustand. Hier in Deutschland sind sie schon viel besser“, erzählt der Blondschopf und reiht sich schnell wieder ein, irgendwo zwischen ihren Dinslakener Mitspielerinnen, wo sie kaum auffällt, außer mit ihrem Tennis.

 
 

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