Wochen der Wahrheit für Frohlinde - Die Vorschau

Der Tabellenzweite, FC Frohlinde, trifft am 15. Spieltag der Fußball-Bezirksliga 9 im Heimspiel an der Brandheide auf Westfalia Gelsenkirchen. Der SV Wacker Obercastrop spielt beim Erler SV und die Spvg Schwerin bei Teutonia SuS Waltrop um Punkte.

Castrop-Rauxel. Fußball, Bezirksliga 9, 15. Spieltag
Erler SV 08 - SV Wacker Obercastrop
Sonntag, 27. November, 12 Uhr, Cranger Str. 404 B, 45891 Gelsenkirchen

Mit dem Meisterschaftsspiel in der Fußball-Bezirksliga beim Erler SV (13.) geht für den SV Wacker Obercastrop (5.) die Hinrunde mit Höhen und Tiefen zu Ende. Die mit 12 Uhr frühe Anstoßzeit sei der Tatsache geschuldet, dass Bundesligist FC Schalke 04 am Nachmittag nebenan spielt, erklärte Wacker-Co-Trainer Aytac Uzunoglu.

Die Obercastroper sind nach den Vorzeichen klarer Favorit. Selbst hat die Formation von Cheftrainer Andreas Köhler nicht nur den Kreispokalsieg gegen den Spitzenreiter der Bezirksliga-Staffel 10, Fortuna Herne, motivierend im Gepäck - sondern hat auch in der Liga aus den vergangenen fünf Spielen vier Siege bei einer Niederlage (gegen Frohlinde) geholt.

Gegner Erle steht mit vier Niederlagen und einem Unentschieden im gleichen Zeitfenster bedeutend schlechter da. Aber auch das soll nicht viel besagen. Uzunoglu betonte: "Wir werden den Gegner nicht unterschätzen, zumal er nie hoch verloren hat." Personell stehen die Wackeraner auf der sicheren Seite. Nur Pokal-Held Manuel Backes, der das 1:0 gegen Herne erzielte, fällt aus privaten Gründen aus.

Teutonia SuS Waltrop - SpVg Schwerin
Sonntag, 27. November, 14.30 Uhr, Friedhofstr., 45731 Waltrop

Die Schweriner Mannschaft von Trainer Marco Gruszka bewies zuletzt Stehvermögen. Beim 3:2-Sieg in Erle hatte Suri Ucar seinen dritten Treffer zum Sieg in der dritten Minute der Nachspielzeit erzielt. Gegen Hillerheide sorgte Mateusz Urbanski quasi mit dem Schlusspfiff für das 2:2. Alles enge Kisten. Die aber belegen, dass die Blau-Gelben in der Liga konkurrenzfähiger denn je sind.

Sonntagsgegner Waltrop hat dazu länger benötigt. Doch nach anfänglichen Schwächen hat der Trainerwechsel von Dennis Behrens zu Peter Poslednik dafür gesorgt, dass mittlerweile 17 Punkte zu Buche stehen.

Die Schweriner haben nur vier Zähler mehr, was die Waltroper sicherlich dazu ermutigen wird, im direkten Vergleich die Lücke noch mehr zu schließen. Mithelfen sollen dabei auch Trainersohn Nikolas Poslednik, der einige Jahre für Schwerin spielte und Markus Krawietz. Der aus der Oberliga kommende Castrop-Rauxeler hatte beim 2:0 gegen Hillerheide das 1:0 erzielt.

Peter Wach, der Schweriner Geschäftsführer, ist dennoch guter Dinge: "Wenn bei uns auch einige Leute ausfallen, sind wir mit unserem Kader gut gewappnet."

FC Frohlinde - Westfalia Gelsenkirchen
Sonntag, 27. November, 14.30 Uhr, Brandheide 175, 44577 Castrop-Rauxel

Mit dem Hinrunden-Abschluss gegen Westfalia Gelsenkirchen (9.) beginnen für den FC Frohlinde (2.) in der Fußball-Bezirksliga am Sonntag, 27. November (1. Advent), die "Wochen der Wahrheit". So sieht es auch FCF-Spielertrainer Michael Wurst. Der Coach hat das Szenario des Vorjahres zur gleichen Zeit in die Erinnerung.

Wurst sagte am Freitag: "Da haben wir vieles vermasselt." Er warnt, weil auch diesmal die kommenden Gegner nicht von Pappe seien. Zunächst die Westfalia aus Gelsenkirchen, die in den vergangenen fünf Spielen vier Mal siegte. Dann geht es gegen den TuS Eichlinghofen in der Woche darauf im ersten Rückrunden-Match. Mit dem Duell gegen den aktuell mit Frohlinde punktgleichen Spitzenreiter SF Stuckenbusch, wird am 3. Advent die Winterpause eingeläutet.

Die würde dem Team von der Brandheide schon jetzt guttun. Coach Wurst erläuterte: "Der eine oder andere ist nach der sehr, sehr guten Hinrunde schon etwas müde." Das Training hätte er mit seinem Kollegen Stefan Hoffmann schon etwas anziehen müssen. Zumal erneut die Tabellenspitze winkt. Sollte Stuckenbusch bei Westfalia Huckarde (11.) nicht gewinnen, könnte der FCF mit einem Dreier den ersten Platz zurückerobern. Diese Chance, den "Platz an der Sonne" zu bekommen, wollen die Kicker aus dem Frohlinder Tal nutzen.

Jürgen Weiß