Viel Arbeit für den „Erfinder“

Zahlreiche Rekordzahlen verzeichneten die FK Rauxel bei der 12. Auflage des 24-Stunden-Paddelns.
Zahlreiche Rekordzahlen verzeichneten die FK Rauxel bei der 12. Auflage des 24-Stunden-Paddelns.
Foto: Privat

Hermann Schock gilt als „Erfinder“ des 24-Stunden-Paddelns der Freien Kanufahrer Rauxel. Und der Wanderwart des kleinen Castrop-Rauxeler Kanuvereins hatte am letzten Wochenende alle Hände voll zu tun.

Die zwölfte Auflage dieses beliebten Freizeitvergnügens geriet in mehrfacher Hinsicht zu einer Rekord-Veranstaltung: Mit 67 aktiven Paddlern zählte Hermann Schock so viele Teilnehmer wie noch nie zuvor. Und auch die insgesamt 3710 Kilometer sind eine neue Bestmarke. Die weiteste Anreise hatten die Paddelfreunde aus Itzehoe. Rund 400 Kilometer hatten die Wassersportler aus Schleswig-Holstein in Kauf genommen, um die Wasserlandschaft der Kanäle zwischen Datteln, Henrichenburg und Herne kennen zu lernen.

Eine weitere Besonderheit hatte Hermann Schock bei der Auswertung ausgemacht: „Die Leistung der 21 Jugendlichen war schon bemerkenswert; sie erpaddelten stattliche 810 Kilometer.“ Davon gehen allein 472 Kilometer auf das Konto der Freien Kanufahrer Marl, die damit die Jugend-Wertung gewannen. Mit 852 Kilometern landeten die FK Marl auch bei der Vereins-Wertung vorn.

In der Gesamtwertung räumten die Marler natürlich auch den Siegerpokal ab. Platz zwei ging in dieser Kategorie an die Freien Kanufahrer Rauxel. Trotz der „Doppelbelastung“ als Gastgeber blieb immerhin noch genügend Zeit, um auf insgesamt 739 Paddel-Kilometer zu kommen. In der Jugendwertung landeten die Rauxeler mit 104 Kilometern auf Rang drei.

„Das Wetter war in diesem Jahr allerdings eine echte Zitterpartie“, resümiert der FKR-Vorsitzende Christoph Kerger, „am Freitag Abend war es ja ganz fies“. Doch im Endeffekt hatten die Rauxeler noch Glück, denn praktisch mit Beginn des 24-Stunden-Paddelns am Samstag Vormittag zeigte sich die Sonne. Und es blieb trocken.

Mit dem Einzug der Dämmerung wurde der Abschnitt auf dem Rhein-Herne-Kanal an der Suderwicher Straße in ein stimmungsvolles kleines Lichtermeer verwandelt. Um die Nachtfahrten zu sichern, wurden die Boote umgerüstet. Lampen an Stöcken, Ruten oder ähnlichen Konstruktionen wurden über den Köpfen der Paddler montiert, so dass sie ein Rundumlicht zur Verfügung hatten. „Eine tolle Atmosphäre war das“, sagte Christoph Kerger, „und wir hatten auch noch Glück mit der Windstille. Dies alles ist es, was diese Veranstaltung so beliebt macht“.

Vielleicht war das auch mit ein Grund dafür, dass es beispielsweise Wolfgang Bablick so gut wie gar nicht an Land zog: „Er ist fast nie ausgestiegen“, berichtet Christoph Kerger, „nur zum Gang zur Toilette“. Der Essener Faltbootfahrer brachte es auf stolze 184 Kilometer – so viel wie kein anderer Teilnehmer. Und damit hat Wolfgang Bablik eine echte Marke gesetzt für die 13. Auflage. Und da alle rundum zufrieden waren, kann sich der Erfinder Hermann Schock für nächstes Jahr schon mal auf einiges gefasst machen.

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