TuS hält Niederlage in Grenzen

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Einen zweiten Überraschungs-Coup gegen den Spitzenreiter konnte der TuS Ickern nicht landen. Die Pade-Sieben unterlag beim TuS Hattingen mit 23:31.

TuS Hattingen -
TuS Ickern 31:23

Ickern: Ziesmann, Agatz, K. Esser (6/2), Böcking, Zendrowski (6/1), Sachweh, Knauf (2), V. Esser (2), Pensky (1), Ulrich (2), J. Esser (3).

Die Niederlage in Grenzen gehalten zu haben, das durfte Handball-Landesligist nach dem Gastspiel beim Tabellenführer TuS Hattingen für sich verbuchen – andere Teams haben hier weitaus höher verloren. Allerdings musste der TuS Ickern die Verletzungen von Torhüter Jens Agatz und Mittelmann Kilian Esser beklagen.

Es war eine Szene mit Symbolcharakter, als Jens Agatz nach 43 Minuten einen Hattinger Wurf parierte. Er suchte schnell eine Anspielstation, aber alle seine Kollegen hoben die Arme beruhigend. Denn hinten sicher zu stehen und dann das Tempo rauszunehmen, das war eine der taktischen Vorgaben von TuS-Trainer Stephan Pade – wer sich bisher auf einen offenen Schlagabtausch mit dem Spitzenreiter einließ, hat das meist bitter bereut.

Und das Ickerner Konzept ging in soweit auf, als Hattingen kein Handballfeuerwerk abbrannte. Zwar führten die Hausherren immer, zur Pause zogen sie bis auf sechs Treffer davon (17:11). Aber immer wieder konnt die Pade-Sieben Phasen einstreuen, in denen ihr mehrere Treffer am Stück gelangen. Bestes Beispiel: Nachdem Björn Böcking nach einem Foul früh die Rote Karte gesehen hatte (31.), drohten die Gastgeber weit davon zu ziehen, erhöhten von 19:13 (35.) auf 23:13 (40.).

Aber der TuS Ickern schaffte es, die Hattinger Angriffsbemühungen wieder einzudämmen und selber den einen oder anderen Treffer zu setzen. So ging der Kelch einer hohen Pleite an Ickern vorbei. Zum Vergleich: Zehn Spiele hat der TuS Hattingen bisher mit zehn Toren oder mehr Differenz gewonnen, zuletzt gegen den Dritten HSG Schalke (36:25).

„Ich kann nicht unzufrieden sein“, sagte Ickerns Trainer Stephan Pade nach dem Spiel. „Wir wollten das Tempo verschleppen und uns vorne viel ohne Ball bewegen. Über weite Strecken haben wir das gut gemacht.“ Vor allem in Anbetracht der vielen Ausfälle. „Ich hätte gerne gewusst, wie es ausgeht, wenn wir komplett sind.“ Komplett wird der TuS Ickern in naher Zukunft nicht werden. Jens Agatz, der wie Tristan Ziesmann zwischen den Pfosten gute Arbeit ablieferte, musste nach einer schnellen Drehung mit Rückenschmerzen vom Platz. Kilian Esser spürte ein Ziehen an der Seite, das auf eine muskuläre Verletzung schließen lässt. Zudem wird Björn Böcking wegen seiner Roten Karte eine Sperre erhalten.

 
 

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