SV Castrop-Rauxel dreht sicher verlorenes Spiel zu Remis

Soel Kartsev holte einen wichtigen Punkt für den SV Castrop-Rauxel
Soel Kartsev holte einen wichtigen Punkt für den SV Castrop-Rauxel
Foto: Winfried Labus /WAZ FotoPool

Nach zweieinhalb Stunden Spielzeit gab selbst Uwe Gräbe, sonst die Gelassenheit in Person, keinen Pfifferling mehr für sein Team. Zur „Halbzeit“, nach vier von acht Partien, lagen die Schachspieler des SV Castrop-Rauxel gegen Dinslaken mit 0;5:3,5 Punkten hinten. Am Ende sprang aber noch ein 4:4-Remis heraus.


SV Castrop-Rauxel -
SV Dinslaken 4:4

Schach, NRW-Klasse Gruppe 1
SV Castrop:
Sander van Eijk (0), Joost Michielsen (0,5), Mark Kusnetsov (0), Alexandr Kartsev (0,5), Soel Kartsev (1), Alexander Sokalsky (1), Rainer Käding (0), Thomas Friedl (1).

Und da war denn auch Uwe Gräbe aus dem Häuschen: „Faszinierend, wie sich unsere Leute geschlagen haben“, rang der Teamchef der Castroper nach Worten. Die Gäste aus Dinslaken, nur einem Zähler vor den SVC-Denksportlern in der Tabelle platziert, brauchten nur noch einem halben Punkt zum Sieg. Aber die Castroper gaben ihn nicht her.

Soel Kartsev, Alexander Sokalsky und Thomas Friedel zauberten drei blitzsaubere Siege auf die Bretter, und besonders von der Partie von Thomas Friedl zeigte sich Uwe Gräbe ziemlich angetan: „Da schwebten die Figuren förmlich zum Sieg heran“, wurde der Castroper Mannschafts-Chef geradezu philosophisch. Zum Schluss hielt Alex Kartsev seine Partie auf Remis, was das kaum noch für möglich gehaltene Unentschieden sicherte.

In den ersten vier Partien hatte der Tabellenfünfte aus Castrop allerdings schlecht ausgesehen. Sander van Eijk verlor, Rainer Käding verlor, Mark Kusnetsov verlor. Nur Joost Michielsen parierte seinen Gegner und holte ein Remis. Ausgerechnet Michielsen, der nach einer wahren Odyssee per Bahn und Bus aus Holland erst spät in der Nacht in Castrop-Rauxel eingetroffen war und am Sonntag fast verschlafen hätte. „Irgendwer hat ihn dann wachgeküsst“, beschrieb Uwe Gräbe verschmitzt die Weck-Aktion.

Alles ist also noch mal gut gegangen. Und der SV Castrop buchte ein wertvolles Remis auf seinem Konto. Wertvoll, weil der Abstand zur Abstiegszone so ein bisschen vergrößert werden konnte. Es hätte allerdings auch ganz anders kommen können.

 
 

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