Sieberg nimmt zum sechsten Mal Paris ins Visier

Zum sechsten Mal in seiner Laufbahn als Radprofi macht sich der Castrop-Rauxeler Marcel Sieberg ab Samstag auf, die Tour de France zu meistern. Als schwerster Fahrer im gesamten Feld hat er am meisten Respekt vor den sagenumwobenen Berg-Etappen.

Castrop-rauxel.. 3360 Kilometer muss der Rauxeler bewältigen, ehe er mit seinen Teamkameraden des belgischen Rennstalls Lotto Soudal das Ziel auf dem Champs-Élysées in Paris erreicht. Marcel Sieberg sagt: "Danach braucht man eigentlich einen Monat Pause, um sich richtig von den Strapazen zu erholen. Die Saison geht allerdings recht schnell wieder weiter.

Keine Siegchance im Zeitfahren

Das Zeitfahren am Samstag in Utrecht (Niederlande) zum Auftakt der Frankreich-Rundfahrt will der Europastädter quasi als Aufwärmprogramm nutzen. Er betont: "In dieser Disziplin ist für mich eh kein Sieg drin. Da ist es nur wichtig für mich, nicht zu stürzen."

Denn gleich tags darauf - auf der zweiten Etappe stehe für sein Team der erste Höhepunkt auf dem Etappen-Plan: Am Sonntag, 5. Juli, über 166 flache Kilometer von Utrecht nach Neeltje Jans in Zeeland. Sieberg: "Das ist eine der Etappen, bei der wir André Greipel zum Tagessieg führen könnten."

Rote Rückennummer

Dazu muss Sieberg wahrscheinlich auf Ausreißer anderer Teams achten und diese möglichst stellen. Dass er das kann, hat er gleich bei seinem ersten Auftritt bei einer Tour de France 2007 gezeigt. Damals fuhr der Castrop-Rauxeler im Trikot des deutschen ProTeam Milram bei der zweiten Etappe zusammen mit Cédric Hervé und Ruben Perez bis kurz vor Schluss mit weitem Abstand vor dem Hauptfeld. Danach wurde Sieberg als kämpferischster Fahrer der Etappe mit der Roten Rückennummer ausgezeichnet.

Es ist aber wahrscheinlicher, dass es das Feld mit den Favoriten Marc Cavendish und Peter Sagan ruhiger angehen lässt. Sieberg: "Dann ist vielleicht sogar kurz einmal Zeit, das Panorama zu genießen."

Schwerster Fahrer im Feld

Liebend gern verzichten würde Marcel Sieberg auf den Ausblick, der ihn auf den Etappen 17 bis 20 in den Bergen erwartet. Sieberg: "Das ist nichts für mich. Als schwerster Fahrer im gesamten Feld muss ich hier am meisten trampeln."

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