Nur kurz enttäuscht

Auch wenn das Ergebnis nicht mehr zu revidieren ist: Am Tag nach der knappen und unglücklichen 17:21-Finalniederlage beim Europa Shield gegen die Katalanen von KC Vallparadis überwog beim Schweriner KC die Freude über ein geglücktes Comeback auf europäischer Bühne nach mehr als 30-jähriger Abstinenz.

Im Finale führten die Schweriner bis acht Minuten vor dem Ende, ehe Vallparadis ausgleichen konnte. Und dann ermöglichten es zwei Fehler den Gegnern, davonzuziehen. „Die Fehler hätten nicht passieren dürfen“, sagt Schwerins Pressesprecher Jochen Schittkowski. Schade: „Denn bis dahin waren wir ein absolut ebenbürtiger Gegner.“

Dementsprechend niedergeschlagen sei kurz nach der Partie auch die Stimmung im insgesamt 38-köpfigen Lager aus Castrop-Rauxel gewesen. Aber nur eine gute Stunde lang. Dann, sagt Schittkowski, habe man sich schon wieder über das Erreichte freuen können. Zumal es auch Lob von anderen gab. Ein Schiedsrichterbeobachter aus Holland bezeichnete die Schweriner Spiele gegen Benfica Lissabon und Vallparadis als die besten des Turniers. Anerkennung auch von anderer Seite: Die Jury wählte Anna Schulte zur wertvollsten Spielerin, und auch die beiden besten Korbjägerinnen kamen vom SKC: Susanne Alberts (18 Körbe) und Karen Fuchs (13 Körbe).

In die Gruppe waren die Schweriner mit Siegen über Warschau (14:6) und Nottingham (17:7) gestartet. „Wir hatten dann ein bisschen Schützenhilfe von Warschau“, sagt Schittkowski. Denn eigentlich sei Nottingham der Favorit gewesen, unterlag den Polen aber im vorletzten Gruppenspiel mit 11:12. So hatte der SKC im eigenen Spiel gegen Benfica Lissabon alles in der eigenen Hand und entschied die Partie auch mit 14:13 für sich. Damit war der Finaleinzug gegen den Ersten der anderen Gruppe perfekt.

Wer dem SKC solch ein Ergebnis vor dem Turnier vorausgesagt hätte, dem hätte er den Vogel gezeigt, sagt Jochen Schittkowski. „Damit haben wir nicht gerechnet.“

So fällt das Fazit der Schweriner, die als einziges Team nicht schon am Sonntag abreisten und den Montag noch zu einem Bummel durch die polnische Hauptstadt nutzten, durchweg positiv aus: „So etwas bleibt in den Köpfen“, sagt Jochen Schittkowski. Nun seien aber doch alle ein wenig geschlaucht, denn zuvor habe sich alles um den Sport gedreht: Zwei Trainingseinheiten, Videoanalysen der Gegner und vier Spiele an drei Tagen – so hatte das Programm der Schweriner in Warschau bis zum Montag ausgesehen.

 
 

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